Ortsteilfeuerwehren wie die aus Fischbach sind eine unverzichtbare Größe. Das gab auch Ralf Völkl an der Hauptversammlung im Gasthaus Söllner zu verstehen: "Die Feuerwehr ist nicht nur für Hilfeleistung verantwortlich, sondern macht auch viel für das öffentliche Leben."

So wurde bei Festen und Veranstaltungen mitangepackt. Im letzten Jahr waren das unter anderem das Knutfest im Januar, das Dorfplatzfest, die Maibauaufstellung oder der Florianstag. Einer, der schon seit 40 Jahren bei der Feuerwehr anpackt, das ist Kassier Uwe Gratzke, der an der Hauptversammlung mit einer Ehrennadel und einer Urkunde geehrt wurde. Die Laudatio hielt Bernd Steger als Vertreter des Landrats: "Vier Jahrzehnte sind kein Pappenstiel. Da geht man durch Höhen und Tiefen. Diese langjährige Arbeit muss gewürdigt werden. Ehrung ist nämlich Balsam für die Seele." Kommandant Frank Wich lobte ebenfalls "den aktiven Handwerker, der auch als Finanzminister tätig ist."

In seinem Bericht über das letzte Jahr verwies Wich unter anderem auf die fünf Termine, die in der Atemschutzübungsanlage in Kronach und in Burgkunstadt absolviert wurden. Die Anzahl an Atemschutzgeräteträger solle in einem Ausbildungskurs weiter ausgebaut werden. Hier nannte er Andreas Thiel, der seine Ausbildung zum Leiter Atemschutz erfolgreich an der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg absolviert habe. Er sprach aber auch über die Jugendgruppe und ihre Erfolge: "Es hat 24 Einzelübungen gegeben."

Eine weitere Steigerung gab es bei den Einsätzen. 20 technische Hilfeleistungen, Brände, Sicherheitswachen und Verkehrsabsicherungen waren notwendig. Dabei kämpfe man in Fischbach mit einigen Problemen. "Die beiden Stellplätze und das weitere Gerätehaus entsprechen in vielen Punkten nicht den erforderlichen Sicherheitsbestimmungen. Die Stellflächen sind viel zu klein, das Gerätehaus kann bei eingeparktem Fahrzeug nur eingeschränkt bis gar nicht begangen werden. Das Ein- und Ausfahren der Fahrzeuge kann nicht gefahrenfrei vollzogen werden. "Die Fahrzeugabgase belasten und verunreinigen die Luft und die im Gerätehaus befindliche Schutzkleidung der Aktiven mit giftigen, krebserzeugenden Abgasen."

Das soll jetzt im Rahmen eines Feuerwehrbedarfsplanes geprüft werden, denn "eine aktive Mannschaft benötige neben der feuerwehrtechnischen Ausstattung auch eine adäquate und sachgerechte Unterbringung."

Auch das Mehrzweckfahrzeug sei schon mehr als in die Jahre gekommen. Es sei nämlich schon fast 36 Jahre alt. Und wäre es nicht so traurig, so hätte man fast lachen können, als der Kommandant beschrieb, wie man es einmal sogar zurück ins Gerätehaus geschoben habe. Liegengeblieben sei es bei mehreren Übungen, und das sei deshalb so gravierend, weil man es sogar noch mehr nutze als das Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF).

"Gerade die Jugend benötigt das Fahrzeug mehrfach im Monat zu Übungen und Veranstaltungen. Unser Bus ist nicht nur ein reines Transportfahrzeug, sondern auch ein Einsatzfahrzeug. Oft reichten für Einsätze eine einzelne Fahrzeugbesatzung von sechs Feuerwehrleuten nicht aus. Deshalb sollte das Thema Gerätehaus und Mehrzweckfahrzeug in diesem Jahr vorangebracht werden."

Auf diese Bitte konnte Ralf Völkl antworten: "Wir haben uns im Stadtrat viel mit dem Thema Feuerwehr beschäftigt. Wir streben im Stadtgebiet nach einheitlichen und gerechten Lösungen. Ich nehme Ihre Bitten mit und vielleicht gibt es ja schon einige kurzfristige Maßnahmen, die wir ergreifen können."

Kreisbrandinspektor Matthias Schuhbäck formulierte es so: "Die Wehr wächst mit ihren Aufgaben, aber die Gebäude können nicht so schnell mitwachsen." Sein Respekt ging an die Fischbacher Feuerwehrler, die langlebige und intensive Arbeit auf einem hohen Niveau leisten würden. Und er war sich sicher, dass man hier "wirbeln" werde, um noch mehr junge Leute in die Wehr zu bekommen. "Der Wechsel von zehn Jugendlichen in die aktive Mannschaft, das ist selbst im Kreis Kronach eine Seltenheit." Und er wusste es auch zu würdigen, dass man hier über 14 Atemschutzträger zurückgreifen könne.

Der Kommandant der Kronacher Wehr, Christian Büttner, erwähnte, dass man nach Ostern für alle die neuen Schutzanzüge ausgeben werde. "Am 20. September wird eine große Übung auf der Festung mit allen Wehren stattfinden, da müssen wir einheitlich ausgerüstet sein."

Maria Löffler