Es ist eine fast "unendliche Geschichte", die nun einen guten Abschluss gefunden hat: Am Kirchweihsonntag von Hohn am Berg, einem Ortsteil der Stadt Schlüsselfeld, konnte der lang ersehnte Gehweg zwischen Aschbach und Hohn am Berg eingeweiht werden.

Die nur 564 Meter lange Strecke sei schon Thema im Wahlkampf 2014 gewesen, erinnerte sich Schlüsselfelds Bürgermeister Johannes Krapp (CSU). Seitdem sei die fußläufige Verbindung zwischen Aschbach und Hohn am Berg immer wieder im Stadtrat angesprochen worden. Schließlich hat auch der Bau - von der Auftragsvergabe bis zur Fertigstellung - viel Zeit in Anspruch genommen. Schuld daran waren die durch den Bauboom der letzten Jahre übervollen Auftragsbücher der Firmen, erklärte der Planer, der Bamberger Ingenieur Peter Balling. Noch steht laut Balling die Endabrechnung für den Weg aus. Nach dem Ergebnis der Ausschreibung sei jedoch mit Kosten von 209 000 Euro zu rechnen. Kosten, die allein durch die Stadt Schlüsselfeld zu tragen sind.

"Das Ziel war der Weg", kehrte Johannes Krapp die bekannte Losung um. Für die Stadt sei klar gewesen: Zunächst mussten Wasser und Abwasser für den oberhalb Aschbachs gelegenen - nur 85 Einwohner zählenden - Ortsteil erledigt werden. Dann erst könne der Weg in Angriff genommen werden. Noch fehlt auf einer kurze Strecke von etwa 30 Metern ein Geländer, das aufgrund der Böschungshöhe notwendig wird. Dann aber können Fußgänger und Besucher des Altenwohnheims den Weg "auf den Berg" uneingeschränkt genießen. Denn bisher sei der Weg nach Hohn, unbeleuchtet und auf einer schmalen Straße, für Fußgänger nicht ungefährlich gewesen, erklärt Bürgermeister Krapp.

Die Pfarrer Wolfgang Dettenthaler (Schlüsselfeld) und sein evangelischer Amtsbruder Ulrich Rauh (vertritt von Walsdorf aus die Aschbacher Vakanz) segneten mit dem neuen Weg auch alle, die ihn künftig gehen. Wege seien wichtig, damit Menschen sich begegnen können, so die Geistlichen.