Marktleugast — Viereinhalb Stunden nachm sich der CSU-Landtagsabgeordnete Martin Schöffel Zeit, um sich bei einem Gemeindebesuch in Marktleugast über Anliegen, Sorgen und Projekte des Marktes zu informieren. Er machte sich dabei auch ein Bild von der laufenden Generalsanierung des Dr.-Julius-Flierl-Senioren- und Pflegeheims und besichtigte in Mannsflur den Kindersitz-Hersteller Recaro.
Bürgermeister Franz Uome bedankte sich eingangs für die vom Freistaat gewährte Stabilisierungshilfe von 500 000 Euro. Am Montag werde der Gemeinderat das hierzu geforderte Konsolidierungskonzept verabschieden. Zum Thema Sanierung der Abwasserkanäle richtete Uome die Bitte an Schöffel, dafür Sorge zu tragen, dass der Freistaat eine hohe Förderung bereitstellt.
Verwaltungsleiter Michael Laaber machte deutlich, dass die LQN-Gemeinden die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum gemeinsam angehen wollen.
Der Bürgermeister hoffte, dass Marktleugast die Dorferneuerung Steinbach und Marienweiher trotz Konsolidierung verwirklichen könne. Der Abgeordnete ermunterte die Verantwortlichen, eine erhöhte staatliche Förderung einzufordern.
Im Dr.-Julius-Flierl-Senioren- und Pflegeheim stellte Landrat Klaus Peter Söllner in seiner Eigenschaft als BRK-Kreisvorsitzender die 3,5 Millionen Euro teure Generalsanierung vor, die er als Bekenntnis zum Standort Marktleugast und zum Oberland sah.
Laut Kreisgeschäftsführer Jürgen Dippold arbeiten in Marktleugast 97 hauptberuflich Beschäftigte für das BRK. In den künftig fünf Wohngemeinschaften stünden 86 Pflegeplätze zur Verfügung. Sehr hoch sei die gesetzlich zu erfüllende Dokumentationspflicht.
Die Weltfirma Recaro hat seit 2011 ihren Sitz im Ortsteil Mannsflur. Managing Director Gerhard Kraus stellte den Gästen das Unternehmen mit aktuell 220 Beschäftigten, darunter zehn Azubis, vor. kpw