Am Sonntag, 24. April, 15 Uhr, startet die Führung des Erlanger Tourismus- und Marketing-Vereins (ETM) zur kampflosen Übergabe der Stadt am 16. April 1945 unter dem Titel „Auf Leben und Tod – Die letzten Kriegstage in Erlangen “.

Die Führung beginnt am Lorlebergplatz und endet am Gedenkstein vor der Thalermühle. Auf dem Weg werden die Ereignisse der letzten 14 Tage vor der Entscheidung in der zeitlichen Abfolge in Erinnerung gerufen. In Rückblenden wird über die Vorkriegs- und die Kriegszeit in Erlangen berichtet.

Im Gewölbekeller des jetzigen Stadtmuseums fanden die entscheidenden Gespräche zwischen dem kommissarischen Oberbürgermeister Herbert Ohly und dem als Kampfkommandant vereidigten Oberstleutnant Werner Lorleberg statt. Die stenografischen Aufzeichnungen dieser Gespräche lesen sich wie Texte eines Dramas. Obwohl es gelang, Erlangen kampflos zu übergeben, gab es an diesem Tag 48 Tote (darunter 14 Soldaten) und über 200 Verletzte. Auch Werner Lorleberg überlebte diesen Tag nicht. Es wurden 14 total zerstörte Gebäude und 108 schwere sowie 237 leichtere Gebäudeschäden gezählt.

Die kampflose Übergabe wirkte sich auf das persönliche Leben fast aller jetzigen Einwohner Erlangens unmittelbar aus. Wahrscheinlich wäre Erlangen ansonsten nicht Großstadt und viele wären niemals Bürger dieser Stadt geworden.

Tickets gibt es zu Beginn der Führung beim Treffpunkt am Lorlebergplatz. Weitere Informationen gibt es unter www.erlangen.info/stadtfuehrungen. red