Dass das Städtchen im Steigerwald nicht nur touristisch reizvoll ist, sondern auch als Wirtschaftsstandort einiges zu bieten hat, machte die Tagesordnung der jüngsten Schlüsselfelder Stadtratssitzung deutlich. Im Mittelpunkt standen Bebauungsplanverfahren für die Gewerbegebiete Schlüsselfeld und Elsendorf. An beiden Standorten wollen bereits ansässige Unternehmen expandieren. Die dafür notwendigen Änderungen der Bauleitplanung wurden in der Sitzung auf den Weg gebracht.

Im Gewerbegebiet Schlüsselfeld ist es Morelo, der Hersteller von First-Class-Reisemobilen, der insgesamt 3,9 Millionen Euro investieren will. Geplant sind Erweiterungen des Bestands nach Westen und nach Osten. In Richtung Westen ist eine Erweiterung der Fertigungsstätten um eine Fläche von 3520 Quadratmetern geplant. Im Osten soll sich künftig an die bestehende Ausstellungshalle eine weitere Präsentationsfläche mit 675 Quadratmetern anschließen.

Wie Morelo publiziert, wurde im vergangenen Jahr ein Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro erzielt. Seit 2010, also seit über zehn Jahren, werde am Standort Schlüsselfeld mit inzwischen mehr als 380 Mitarbeitern im Bereich der Luxus-Reisemobile produziert. Da sich die Caravaning-Branche im Aufschwung befinde und ein Ende der konstant steigenden Nachfrage nicht in Sicht sei, setze das Werk auf eine umfangreiche Erweiterung. Deshalb werde an der Westseite des Werks das bestehende Produktionsband um 64 Meter, das heißt um fünf neue Taktplätze, erweitert. Zudem werde die bereits großzügig dimensionierte Ausstellungshalle erweitert. Dort sollen zusätzliche Beratungsplätze, eine neue Kundenlounge und Büroflächen Platz finden. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, will Morelo seine Mitarbeiterzahlen in allen Bereichen beträchtlich aufstocken.

Container-Firma baut Hallen

Im Gewerbegebiet Elsendorf, direkt an der Staatsstraße 2260 gelegen, will die Firma Container Bayer erweitern. Dazu hat das Unternehmen vor einiger Zeit von privater Seite ein im Osten an die Gewerbeflächen anschließendes Areal erworben. Auf der etwa drei Hektar großen Erweiterungsfläche sollen Werkshallen entstehen. Für die Bebauungsplanänderung wurde die vorzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit beschlossen.