Heimischen Kiefernwäldern droht das Aus

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Die Jahre dieser Kiefern im Bürgerwald in Höchstadt-Süd sind gezählt. Andreas Dorsch
Die Jahre dieser Kiefern im Bürgerwald in Höchstadt-Süd sind gezählt. Andreas Dorsch
Der neue Gebietsförster Konrad Hieronymus.
Der neue Gebietsförster Konrad Hieronymus.
 

„In zehn bis 15 Jahren steht bei uns keine Kiefer mehr“. Diese Aussage bekamen die Höchstadter Stadträte in ihrer jüngsten Sitzung zu hören, als sich Konrad Hieronymus, der neue Gebietsförster für die Privatwälder rund um Höchstadt vorstellte.

Drastischer konnte er aus seiner Sicht den Klimawandel den Räten und Zuhörern nicht verdeutlichen.

Neuer Gebietsförster

Konrad Hieronymus ist angestellt beim Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten Fürth-Uffenheim. Er bietet Privatwaldbesitzern in Höchstadt, Lonnerstadt, Vestenbergsgreuth, Wachenroth und Mühlhausen kostenlose Beratung an.

Förderanträge für finanzielle Zuschüsse im Wald gehören ebenso zu seinem Aufgabengebiet wie die Erstellung forstwirtschaftlicher Gutachten zur Waldverjüngung, Waldführungen für Schüler und die Bewirtschaftung der Kommunalwälder in Vestenbergsgreuth, Lonnerstadt, Mühlhausen und der Rummelwald.

Der neue Gebietsförster kommt aus Dachsbach und ist froh, diese heimatnahe Stelle beim Forstamt in Uffenheim bekommen zu haben.

Sein Hauptaugenmerk will er in den nächsten Jahren auf den Umbau des Waldes richten: „Wir brauchen Mischwald, aber nicht nur die Eiche“, sagte er im Stadtrat.

Mit den Eichen gebe es immer wieder Probleme, seien sie doch heuer einmal mehr „massiv vom Eichenprozessionsspinner befallen“. Die Härchen der Raupen können beim Menschen schwere allergische Reaktionen auslösen.

Den vielen Kiefernwäldern in der Gegend gibt er nicht mehr lange und appelliert an die Waldbesitzer: „Wir können zuschauen, wie die Kiefern absterben, oder sie noch vermarkten.“

Den Zustand der Wälder um Höchstadt bewertet er nach ersten Eindrücken „sehr unterschiedlich“.

In Sachen Waldumbau gebe es positive und weniger positive Beispiele. Wichtig sei, auf die Kiefer Mischwald folgen zu lassen und nicht nur auf Eichen zu setzen.

Im Gebiet der Stadt Höchstadt arbeiten neben Hieronymus aber auch noch andere Förster. Für die 137 Hektar Kommunalwald der Stadt Höchstadt ist Susanne Sommersacher vom Revier Röttenbach zuständig. Den Staatswald, zu dem auch die Grethelmark gehört, betreut Johannes Daum vom Revier Zentbechhofen.