Die staatlichen Förster des Amtes für Ernährung , Landwirtschaft und Forsten (AELF) Fürth erfassen in den Monaten Februar bis April 2021 im Amtsgebiet die Verbiss-Spuren durch Rehe an der Waldverjüngung. Im Fokus steht dabei die Frage, wie stark der Einfluss des Wildes auf das Wachstum der künftigen Waldgeneration ist, heißt es in einer Pressemitteilung des AELF.

Bereits seit 1986 werde alle drei Jahre in Bayern ein Gutachten zur Situation der Waldverjüngung erstellt, dieses Jahr also zum 13. Mal. Mit diesem erprobten Verfahren werde die Waldverjüngung genau erfasst, ihr Zustand beurteilt und ihre Entwicklung über die Jahre dargestellt. Die erhobenen Daten zeigten damit auf, ob der Wildverbiss für die Entwicklung unserer Wälder tragbar ist oder nicht.

Wildtiere wie etwa das Rehwild ernährten sich unter anderem von Knospen und Trieben junger Waldbäume. Würden jedoch zu viele der jungen Bäume verbissen, seien eine natürliche Entwicklung der Verjüngung und das Heranwachsen zu einem stabilen Mischwald nur eingeschränkt oder nicht mehr möglich. Gerade in Zeiten des Klimawandels seien jedoch eine gesunde Entwicklung unserer Wälder und die Walderhaltung von existenzieller Bedeutung, erklärt Stefan Stirnweiss, der Leiter der Servicestelle für forstliche Öffentlichkeitsarbeit und Wissenstransfer Franken. Dazu sei es notwendig, dass klimastabile Baumarten die Chance haben, zu einem zukunftsfähigen Mischwald heranzuwachsen.

Dies unterstreiche die Wichtigkeit des forstlichen Gutachtens, um objektiv aufzuzeigen, wo Wald und Wild im Einklang stehen und wo noch die Notwendigkeit zum jagdlichen Handeln besteht. Die Ergebnisse dieses Gutachtens würden deshalb von den Jagdbehörden bei der Erstellung der Abschusspläne für das Rehwild entsprechend berücksichtigt.

Seit jeher sei das gesamte Verfahren transparent gestaltet und binde die Waldbesitzer und Jäger vor Ort mit ein. Pandemiebedingt gelten dieses Jahr allerdings besondere Sicherheitsvorkehrungen, um den Gesundheits- und Infektionsschutz sicherzustellen. Aus diesem Grund könne auch die gewohnte regionale Auftaktveranstaltung vor Beginn der Aufnahmen dieses Jahr bedauerlicherweise nicht stattfinden. Weitere Informationen zum forstlichen Gutachten sind daher auf den Internetseiten des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung , Landwirtschaft und Forsten sowie des Amtes für Ernäh-rung, Landwirtschaft und Forsten Fürth unter https://www.stmelf.bayern.de/wald/jagd/forstliches-gutachten/index.php sowie unter https://www.aelf-fu.bayern.de/forstwirtschaft/jagd/index.php zu finden. red