Für die Feuerwache in Weisendorf ist ein neuer Standort zu suchen. Die bisherige Wache platzt aus allen Nähten. Eine Untersuchung hat ergeben, dass der Kreisel an der Hauptstraße / Marktplatz ideal geeignet wäre. Ein freies Grundstück in der erforderlichen Größe gibt es dort freilich nicht.
Günther Vogel (FW) wollte wissen, ob es schon einen realistischen Standort für das neue Feuerwehrhaus gebe. Bürgermeister Timo Wendel meinte, man plane auf dem kleinen Dienstweg eine Machbarkeitsstudie.
Seniorenkonzept geplant
Für die Erstellung eines Seniorenkonzeptes für den Markt Weisendorf hat der Gemeinderat die „Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung“ (Afa) beauftragt. Meike Ganschinietz von der Afa in München wurde per Videokonferenz zugeschaltet und hielt den zweiten Vortrag des Abends.
Die demografische Entwicklung trifft auch die Gemeinde Weisendorf mit voller Wucht. Die Prognose für 2044 sieht einen um 25 Prozent steigenden Anteil der Senioren voraus. Der Anteil der Bürger ab 75 Jahren wird sich in den nächsten 20 Jahren sogar verdoppeln, sagt das Bayerische Landesamt für Statistik. Die Pflegebedarfsprognose für alle Leistungsarten und Pflegegrade ist also als Gradmesser für den Bedarf einer teilstationären Pflegeeinrichtung wichtig.
In einem zweistündigen Workshop sollen lokale Experten aus den Bereichen Soziales, Pflege, Betreuung, Seniorenarbeit , Vertreter der Vereine und aus der Gemeindeverwaltung zusammen mit überregionalen Beratungsstellen zusammenkommen. Sie sollen diskutieren über die Zukunft von Wohnen, Beratungsangeboten und ortsnahen Unterstützungsleistungen.
Ausweitung vorgeschlagen
Meike Ganschinietz wollte in ihrem Vortrag auch noch auf die Notwendigkeit einer neuen Stelle als „Seniorengerechter Quartiersmanager“ in der Marktgemeinde hinweisen. Hier kamen aber Einwendungen von Marco Hümmer ( CSU ), der für eine Ausweitung des Themas auf den gesamten Seebachgrund plädierte.
Jutta Kattner (UWG) ist in ihrer Doppelrolle als Rätin und Vorsitzende des Seniorenbeirats für die Arbeitsgruppe zu begeistern.
Baudenkmäler nebenan
Die alte Sparkassengeschäftsstelle in Weisendorf soll im Zuge der Neugestaltung des Marktplatzes abgerissen werden. Zuvor müssen aber die Regierung von Mittelfranken und die Untere Denkmalschutzbehörde zustimmen, weil die evangelische Pfarrkirche und das ehemalige Pfarrhaus in unmittelbarer Nähe stehen und als Baudenkmäler ausgewiesen sind.
Vor dem Abbruch soll die Planung über die Neugestaltung des Marktplatzes abgewartet werden. Eine temporäre kulturelle Nutzung, vorrangig durch den Verein „Kunst und Kultur im Seebachgrund“ wurde vom Gemeinderats genehmigt – sofern diese Nutzung grundsätzlich kostenneutral für die Gemeinde erfolgt.
Während Hümmer schon eine offizielle Anfrage vom Vorsitzenden des Vereins erhalten hat, für den Markttag am 4. Oktober die Räumlichkeiten zu nutzen, bat Ernst Rappold (Grüne) darum, die Vorstandssitzung des Kunstvereins am 15. September abzuwarten.