Andreas Dorsch Den schon beschlossenen Neubau eines Eisstadions in Höchstadt hat das Corona-Virus erst mal in weite Ferne gerückt. Der dramatische Einbruch bei den Steuereinnahmen lässt vorerst nur eine Sanierung des über 40 Jahre alten Stadions am Kieferndorfer Weg zu. Dafür soll die Stadt jetzt erneut versuchen, in ein Förderprogramm aufgenommen zu werden.

Einstimmig sprach sich der Stadtrat am Montagabend dafür aus, die Unterlagen bis 20. November beim Bundesministerium des Inneren einzureichen. Sollte Höchstadt in des Förderprogramm aufgenommen werden, könnte es mit 45 Prozent Zuschuss rechnen. Bundesweit sind 400 Millionen Euro im Fördertopf.

"Wir sollten auf jeden Fall den Zuschussantrag stellen", forderte Bürgermeister Gerald Brehm (JL). Bernd Herberger (CSU) ergänzte, die Stadt sollte aber auch weiterhin Fördermittel für einen Neubau eruieren. CSU-Sprecher Alexander Schulz erinnerte daran, vor einem Jahr noch als "Totengräber des Eissports in Höchstadt" dargestellt worden zu sein, als er den Neubau kritisierte. Man müsse von großen Visionen abrücken und die Sanierung jetzt gemeinsam angehen, meinte Schulz.

Axel Rogner (JL), Dritter Bürgermeister und Verwaltungsratsvorsitzender des Höchstadter EC, warf die Frage auf, wie es mit dem Eissport in Höchstadt weitergehen soll. Wenn man kein neues Stadion bekommen könne, müsse man die Technik aus dem Jahr 1978 und die Eisaufbereitung möglichst schnell erneuern. Wenn man jetzt Zuschüsse für die Sanierung bekommen könne, müsse man sie nehmen. Rogner sieht es als eine riesen Herausforderung, die Eisfläche und den Technik-Umbau in einem Sommer zu bewältigen.

Christian Beßler (AfD), der ehemals selbst in der HEC-Vereinsführung mitgemacht hat, dankt den vielen ehrenamtlichen Helfern, "die die Halle am Leben erhalten haben". Er stehe nach wie vor für einen Neubau, "denn man kann aus einem alten Stall keine klimatisierte Wohlfühlanlage machen".