Die Haushaltsansätze 2020 für die Grund- und Mittelschule wurden aufgrund der vorliegenden Rechnungsergebnisse der Haushaltsjahre 2018 und 2019 im Haushaltsplanentwurf 2020 veranschlagt. Bei den Personalausgaben ist eine tarifliche Lohnerhöhung berücksichtigt. Rektorin Andrea Paschold hatte im Vorfeld die von ihr eingebrachten Haushaltsansätze begründet. Bei der Gemeinderatssitzung stellte jetzt Kämmerin Stephanie Naber die Eckdaten im Verwaltungs- und Vermögenshaushalt der Schule vor.

Im Verwaltungshaushalt hatte sie sich im Wesentlichen an den Ansätzen des Vorjahres orientiert. Etwas höher angesetzt wurden für die Mittelschule die Stromkosten sowie der Gebäude- und Grundstücksunterhalt. Zusätzlich fallen Kosten für die Räumlichkeiten der Schulsozialpädagogin an. Beinhaltet ist auch ein Ansatz für eine neue Telefonanlage, sollte die vorhandene ausfallen.

Glasfaseranschluss

Der Haushaltsrest vom Vorjahr in Höhe von 15 000 Euro soll für die Neuplanung des Schulhofs genutzt werden. Im Vermögenshaushalt der Grundschule wurde die EDV-Ausstattung mit 81 000 Euro aufgenommen. Auf die förderfähigen Kosten erhält man einen Zuschuss von 90 Prozent, insgesamt 59 400 Euro. Geplant sind Anschaffungen in Höhe von 3000 Euro. So möchte man die Klassenzimmer mit neuen Tischen und Stühlen ausstatten. Vorgesehen ist die Ausstattung eines Raums pro Haushaltsjahr. Ebenfalls 90 Prozent Förderung erhält man auf den Glasfaseranschluss für beide Schulen. Der Entwurf der Haushaltsansätze für den Verwaltungs- und Vermögenshaushalt sieht einmalige Kosten in Höhe von 146 000 Euro, laufende Kosten von 493 900 Euro, einmalige Einnahmen von 105 900 Euro sowie laufende Einnahmen von 249 100 Euro vor.

Krise legt Lücken offen

"Die Investitionen spiegeln deutlich wider, dass wir die Digitalisierung weiter vorantreiben möchten", bekundete Bürgermeister Thomas Löffler (CSU). Nachdem der Computerraum der Mittelschule bereits ausgestattet ist, wolle man nun auch die Grundschule ins digitale Zeitalter führen. Ein Planungsbüro erstellt ein Leistungsverzeichnis und ein entsprechendes Angebot. Danach soll es mit den Klassenzimmern und der Verwaltung der Mittelschule weitergehen. "Auch bei der Glasfaseranbindung beider Schulen sind wir vorne mit dabei", verdeutlichte er. Gerade die aktuelle Situation zeige auf, wie wichtig eine Digitalisierung sei. Sein Dank galt dem Freistaat für die 90-prozentige Förderung.

Laut Paschold reiche der Ansatz für die Postgebühren wohl nicht aus, da man in der Zeit der Schulschließung einiges postalisch habe verschicken müssen. Einen Ansatz sollte man auch für die erforderlichen Hygienemaßnahmen bilden. Angela Wiegand (CSU) fragte, ob der Ansatz für die freiwillige Schülerbeförderung, also für Fahrten zur Halle bzw. Schwimmbad, auch im Hinblick auf das neue Mobilitätskonzept ausreiche. Der Bürgermeister verwies hier auf die Sitzung am 9. Juni, wenn das Regionalmanagement zu Gast ist. Weiter wollte Wiegand wissen, ob die Schule im Mobilitätskonzept eingebunden sei.

Abfahrzeiten der Busse

Laut Paschold sei man vor eineinhalb Jahren gehört worden; das Feintuning könne man aber erst im September machen. Sicherlich werde im ersten Jahr noch nicht alles reibungslos funktionieren und es müssten Nachbesserungen erfolgen. "Wir müssen noch mehr involviert werden", appellierte sie - insbesondere im Hinblick auf das Einzugsgebiet der Schule; wohne doch ein Großteil der Schüler südlich von Pressig. Eine große Rolle spielten die Abfahrtszeiten, zumal es beispielweise die Reitscher Schüler näher nach Kronach als nach Windheim hätten.

Rückkehr zur Normalität

Ausführlich erläuterte die Rektorin die aktuelle Situation. Insgesamt zählt die Grund- und Mittelschule 165 Schüler, davon 78 in der Grundschule Steinbach sowie 87 in der Mittelschule Windheim. In der Grundschule habe man kleine Klassen, so beispielsweise 14 Kinder in der ersten Klasse. Große Probleme habe man anfangs des Schuljahres gehabt, den M-Zug der 7. Jahrgangsstufe mit zehn Schülern zu füllen. Hier dankte sie der Regierung und Schulamtsdirektorin Gisela Rohde für deren großen Einsatz.

Die Schule war für alle Schüler bis 27. April geschlossen. Nach und nach seien die 9., 8. und 4. Jahrgangsstufe an die Schule zurückgekehrt. Kommende Woche folgen die erste und fünfte Klasse. Die Klassen werden aufgeteilt und erhalten täglich drei Stunden Unterricht - zum Teil die komplette Woche, zum Teil nur an zwei Tagen. Aktuell fehlten noch die 2., 3., 6. und 7. Jahrgangsstufe.

Sport in Zeiten von Corona

Die Situation sei schwer zu händeln, insbesondere auch im Hinblick auf die unterschiedlichen Abfahrzeiten. Probleme ergäben sich auch in einigen Fächern für den ab dem 20. Mai startenden Quali - so im Sport, da kein Mannschaftssport stattfinden könne, oder beim Kochen; dürften doch immer nur zwei Schüler gleichzeitig in die Schulküche. Im Anschluss muss alles desinfiziert werden. Die Hygienevorschriften werden streng eingehalten. In den Klassenzimmern herrscht keine Maskenpflicht; aber in den Gängen sowie im Bus. Ein Pausenverkauf darf nicht erfolgen.

"Kinder sind diszipliniert"

"Die Kinder sind sehr diszipliniert und auch die Eltern tragen alles mit. Es klappt sehr gut", lobte sie. Seitens der Schule tue man das Möglichste. Man sei aber darauf angewiesen, dass Eltern sofort Meldung bei Corona-Verdacht machten. Bislang lag noch kein Verdacht vor.

Aktuell gehe man im kommenden Schuljahr von 82 Schülern in der Grundschule und 80 in der Mittelschule aus. Die Geburtenzahlen seien beruhigend. Für die Bildung einer fünften Klasse bedürfe es 15 Schüler. Aktuell würden 57 Viertklässler in Tettau, Ludwigsstadt und Steinbach beschult, von denen aber viele in andere Schularten wechselten. "Die fünfte Klasse ist entscheidend, da sich eine Lücke von unten bis rauf durchzieht", verdeutlichte sie.

Überdachte Sitze im Pausenhof?

Die Klassenleiterin der ersten Jahrgangsstufe, Stephanie Biesenecker stellte eine Wunschliste für die Grundschule auf - darunter ein eigener Briefkasten oder ein sichtbarer Schriftzug, da bislang die Schule von Auswärtigen nicht unbedingt zu erkennen sei. Weitere Wünsche sind ein neues Kopiergerät, eine neue Bestuhlung, ein Anrufbeantworter sowie überdachte Sitzgelegenheiten im Pausenhof.

Ebenso fragte sie, ob die angedachten Dokumentenkameras nicht schon jetzt angeschafft werden könnten. Dies soll überprüft werden.