Die IG Metall machte ihre Ankündigung wahr und rief am Montag in Königsberg zu einem Warnstreik auf, da ihre Forderungen von den Arbeitgebern nicht angenommen wurden. Ein Warnstreik ist für sie eine Möglichkeit, diese Forderungen zu bekräftigen.
Demonstrationszug
So zogen rund 200 Beschäftigte der Fränkischen Rohrwerke, Fränkischen Industrial Pipes, Bosch Rexroth Augsfeld sowie Elso Hofheim am Montagmorgen von der Hellinger Straße, wo sie sich vor den Fränkischen Rohrwerken gesammelt hatten, in einem Demonstrationszug zum Bleichdamm in Königsberg. Dort fand auf Einladung der IG Metall eine Kundgebung mit Hauptredner Thomas Höhn, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Schweinfurt, statt.
Grund des Warnstreiks sind vielfältige Forderungen. Bei den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie will die IG Metall die Kaufkraft stärken und Arbeitsplätze schützen. Die IG Metall Bayern fordert fünf Prozent höhere Entgelte und eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 110 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Außerdem will sie eine tarifliche Gewinnbeteiligung für Beschäftigte in Betrieben mit einer guten wirtschaftlichen Lage sowie eine soziale Komponente zur Besserstellung unterer Entgeltgruppen erreichen. Weiterhin will die IG Metall zur Absicherung der Arbeitsplätze und Standorte mit dem Arbeitgeberverband über Zukunft und Beschäftigung sprechen.
Darauf wurden die Beschäftigten am Montag in Königsberg aufmerksam gemacht und der Forderung der IG Metall in der laufenden Tarifbewegung Nachdruck verliehen. Nach bislang zwei Verhandlungsrunden in der Metall- und Elektroindustrie konnte mit den Arbeitgebern in Bayern bislang keine Einigung erzielt werden.
Die Arbeitgeber ihrerseits bieten eine Einmalzahlung Mitte 2027 in Höhe von einem Prozent des durchschnittlichen Jahresbruttos an sowie eine dauerhafte Gehaltserhöhung von 1,3 Prozent ab Juli 2028 bei einer Laufzeit von 26 Monaten bis Ende Dezember 2028. Ein Angebot, welches von der IG Metall abgelehnt wird.