Andreas Dorsch Würden die Herbstferien auch in diesem Jahr unter "normalen" Umständen beginnen, herrschte in den Freizeiteinrichtungen der Stadt spätestens ab Montag Hochbetrieb. Im Hallenbad würden zahlreiche Kinder ihre ersten Schwimmzüge üben, im Eisstadion bei den Publikums- und Discoläufen bis zu 700 Menschen ihre Runden drehen. Corona macht jetzt aber all diesen Freizeitvergnügen einen dicken Strich durch die Rechnung.

"Ab Montag müssen wir unser Hallenbad komplett dicht machen", kündigt Karl-Heinz Zillich, stellvertretender Chef des Höchstadter Sportzentrums, an. Vom ersten bis zum letzten Novembertag muss das Bad geschlossen bleiben. Auch in Höchstadt setzt man die Anordnung der Regierung um.

Das Personal zeigt zwar Verständnis, bedauert die Schließung aber trotzdem. "Die Schwimmkurse und die Wassergymnastik für Senioren waren ausgebucht", sagt Zillich. Er weiß, dass sich viele Kinder auf den Spaß im Wasser schon ebenso gefreut haben wie die älteren Menschen, die sich regelmäßig zur Wassergymnastik im Hallenbad treffen. Auch die vielen Freizeitschwimmer müssen im November auf ihren Sport verzichten.

Nur die Profis dürfen aufs Eis

Ähnlich ist die Situation im Eisstadion. Hier gibt es allerdings eine Ausnahme: Das Oberliga-Team des Höchstadter EC darf trainieren und auch Spiele durchführen. Die "Alligators" zählen, wie beispielsweise die Fußball-Bundesligisten, zu den Profimannschaften, die ihren Sport unter strengen Auflagen ausüben können. Allerdings müssen auch die Höchstadter Eishockeyspieler auf Zuschauer verzichten.

Ansonsten ist das Eisstadion im November für alles andere gesperrt, auch für die Nachwuchsmannschaften der Alligators. "Gerade bei dem aktuellen Schmuddelwetter wären viele Familien zum Eislaufen gekommen", ist sich Zillich sicher.

Geschlossen bleibt jetzt auch die Aischtalhalle. Alle Hallensportler müssen eine Zwangspause einlegen. Nach den Herbstferien darf hier nur Schulsport stattfinden.

Für die Mitarbeiter des Höchstadter Sportzentrums bedeutet das jetzt wieder Kurzarbeit.