von unserer Mitarbeiterin Dorothea Weiler

Hallerndorf — Gut die Hälfte der Beschlüsse im Hallerndorfer Gemeinderat hatte mit dem Gemeindehaus Pautzfeld zu tun. Zunächst wurde der Bauantrag für eine denkmalpflegerische Sanierung des Gemeindehauses auf den Weg gebracht. Ein Architektenvertrag für die anstehenden Bauphasen wurde bewilligt. Auf 600 000 Euro werden die Baukosten geschätzt.
Die nächste Entscheidung drehte sich um die Vergabe der Straßen- und Wegebauarbeiten sowie der Kabelverlegung im Zuge der Dorferneuerung Pautzfeld. Den Zuschlag erhielt eine Buttenheimer Firma, die in Konkurrenz zu drei anderen Firmen mit rund 640 000 Euro das günstigste Angebot gemacht hatte.

Missmutige Gemeinderäte

Einige Stadträte äußerten ihren Unmut darüber, dass im entsprechenden Gebiet angesiedelte Bürger nach wie vor nicht wüssten, wie hoch die Kosten seien, mit denen sie sich an der Maßnahme zu beteiligen hätten.
Bürgermeister Torsten Gunselmann (FWG) deutete an, bei diesen könne es sich in etwa um kleinere vierstellige Pauschalbeträge handeln, die über einen Zeitraum von drei Jahren abgezahlt werden könnten. Der Bürgermeister sah sich aber noch nicht imstande, konkrete Zahlen zu nennen. Viele Bürger, so einer der Stadträte, seien beunruhigt, was da auf sie zukäme, und erhofften sich mehr Information darüber, was auch ihr gutes Recht sei.
Um mögliche spätere Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden, so Gunselmann, könnten exakte Kostenangaben noch nicht dargelegt werden, so lange diese nicht eindeutig feststünden. Schließlich einigten sich die Räte darauf, einer Coburger Firma den Auftrag für ein Brandschutzkonzept am Pautzfelder Gemeindehaus zu erteilen.
Die Stadträte erklärten sich einmütig mit einer Vereinbarung über die neu gegründete Arbeitsgemeinschaft "Integrierte Ländliche Entwicklung Regnitz-Aisch" zwischen den Gemeinden Altendorf, Buttenheim, Eggolsheim und Hallern-dorf einverstanden. Mit der Zusammenarbeit der Gemeinden sei eine Förderung in Höhe von 75 000 Euro verbunden, wenn sie einen bestimmten Sockelbetrag beisteuerten, so erläuterte Gunselmann dem Stadtrat. In der Vereinbarung, über die der Rat abstimmte, sind der Zweck und die Struktur der Arbeitsgemeinschaft niedergelegt.
In einem letzten Kapitel beschäftigte sich der Gemeinderat mit dem Ausschreibungsergebnis zum Breitbandausbau des bayerischen Förderungsprogramms und der Vergabe der Glasfasererschließung. Die Gesamtbaukosten der Maßnahme, so referierte Gunselmann, belaufen sich auf rund 37 0000 Euro für die Gemeindeteile Haid, Schnaid, Stierbarlimbach und das Gewerbegebiet Pautzfeld.

Geld nicht abgerufen

Nach Abzug der Fördergelder muss die Gemeinde Hallerndorf 78 000 Euro aus eigener Kasse leisten. Während andere Gemeinden die Fördergelder voll ausschöpften, habe Hallerndorf 409 000 Euro nicht abgerufen, berichtete Gunselmann.
Über die Firma, die mit der Verkabelung beauftragt werden soll, erzielte der Gemeinderat wie in allen anderen Beschlüssen ein einstimmiges Ergebnis in deren Sinne.