petra malbrich Das Gräfenberger Freibad darf öffnen. Über diese gute Neuigkeit freut sich Bürgermeister Ralf Kunzmann. So können Gäste ab Freitag, 17. Juli, zu den normalen Öffnungszeiten von 10 bis 19.30 Uhr im Bad wieder schwimmen, unter Einhaltung des Hygienekonzepts.

Maskenpflicht

Generell gilt Maskenpflicht, außer im Becken oder der Liegewiese. Maximal 200 Gäste dürfen ins Freibad. Die Preise und Öffnungszeiten sowie das Hygienekonzept sind auf der Homepage der Stadt unter dem Punkt "Eröffnung Freibadsaison" nachzulesen.

Unmut gab es im Stadtrat über die verzögerte Eröffnung. Aber: "Ich habe mich nie auf einen Termin festlegen lassen, ob wir Anfang oder Mitte Juli öffnen können", sagt Kunzmann. Dass es länger dauerte, hat Gründe. "Wir haben alles Menschenmögliche unternommen", beteuert der Gräfenberger Bürgermeister.

Erst am 28. Mai hat die Staatsregierung bekanntgegeben, dass die Freibäder zum 8. Juni öffnen dürfen. Von da an wurden Vorbereitungen getroffen, um die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen umsetzen zu können. Auch ein Hygienekonzept wurde vorbereitet und Ehrenamtliche motiviert, um unter Corona-Bedingungen einen reibungslosen Ablauf im Bad zu ermöglichen.

"Wir sind aber auch von anderen abhängig", erklärt Kunzmann. Das ist die Fachfirma, die angefordert wurde, denn auch die Filter der Pumpe im Bad mussten gewartet werden. Zusätzlich stand die Qualitätsprüfung des Wassers an. Am Donnerstag, Anfang Juli, war die Fachfirma vor Ort und Bürgermeister Kunzmann wollte eigentlich gleich tags drauf die Laborproben entnehmen lassen. "Das Labor empfahl, die Pumpe ein paar Tage laufen zu lassen", erklärte das Stadtoberhaupt.

Wasserprobe entnommen

Gleich nach dem Wochenende wurde die Wasserprobe entnommen und nach nur einer Woche war das Ergebnis da. "Normalerweise dauert das zehn Tage. Aber die Leute warten auf die Öffnung des Bades", machte Kunzmann deutlich. Er war wegen der verzögerten Eröffnung im Stadtrat kritisiert worden. "Es wäre schön, wenn die Leute sagen ,Es wird eröffnet', nicht: ,Es hat länger gedauert'", meinte Kunzmann, der sich dennoch über die Unterstützung weiterer Ehrenamtlicher freuen würde. Gerade für das Ampelsystem im Ein- und Ausgangsbereich wäre das wichtig. Zusätzlich wurden feste Mitarbeiter für das Corona-Jahr angestellt. "Die Ehrenamtlichen sind oft berufstätig. Es ist deshalb schwierig für sie, ab 10 Uhr im Freibad zu sein", erklärt Bürgermeister Kunzmann. Mit der Anstellung eines weiteren Bademeisters einer anderen Kommune, die ihr Bad nicht öffnet, konnte so eine klassische Gewinnsituation für beide Seiten geschaffen werden. Eine feste Aushilfe wird die Ehrenamtlichen unterstützen. Letztendlich hänge es von der Bevölkerung ab, dass ein reibungsloser Betrieb gewährleistet werden könne.