von unserem Redaktionsmitglied 
Matthias Einwag

Bad Staffelstein — Reisen ist eines der Hobbys von Angelika und Klaus Hümmer. In vielen Ländern sind sie schon gewesen, andere haben sie noch auf der Agenda.
Vor zwei Jahren besuchte das Staffelsteiner Ehepaar Norwegen. Über Oslo sind sie bis Kirkenes geflogen, haben das Norkap besucht, fuhren dann mit dem Schiff runter nach Bergen und von dort aus mit einem Leihwagen quer durch den Süden des Landes.
"Fjorde - einer schöner als der andere", schwärmt Klaus Hümmer von der Reise. Der begeisterte Hobbyfotograf hat zahlreiche Bilder auf seinem Rechner, die er während der drei Urlaubswochen aufgenommen hat. Wer eine Reise tut, der kann etwas erzählen - umso schöner, wenn die Erinnerungen durch Bilder gestützt werden: Die typischen roten norwegischen Holzhäuser hat Klaus Hümmer ebenso im Bild festgehalten wie die Stabkirchen, die kühn geschwungenen Brückenkonstruktionen der Atlantikroute und die kargen Landschaften nördlich des Polarkreises.


Mitternachtsonne erlebt

Die Reiseroute hatte Klaus Hümmer zuvor selbst erarbeitet. "Ich wollte eine solche Reise schon immer mal machen", sagt der pensionierte Polizeibeamte, und so machte er sich ans Planen. "Das Nordkap ist ein Erlebnis", resümiert Klaus Hümmer, vor allem auch wegen der Mitternachtsonne, diesem für uns Mitteleuropäer so ungewohnten Phänomen. Mit einem Schiff der Hurtigruten fuhren die Hümmers dann an der Küste entlang und in manchen Fjord hinein.
Eine Visite an der Felskanzel Preikestolen durfte natürlich nicht fehlen. Das Felsplateau liegt etwa 600 Meter über dem Lysefjord. Eine etwa zweistündige Wanderung führt zu dieser meistbesichtigten Touristenattraktionen Norwegens. Nur die ganz Mutigen trauen sich bis zur Felsenkante vor, von der aus es senkrecht in die Tiefe geht. Das ist eine andere Dimension als das Felsplateau des Staffelbergs. Aber Angelika Hümmer wagte sich vor - auf dem Bauch liegend, ganz vorsichtig, denn ein solcher Ort flößt Respekt ein.


In Hütten übernachtet

Im zweiten Teil der Reise mieteten sich die Hümmers einen Kleinwagen und fuhren quer durch den südlichen Landesteil zu jenen Orten, die sie sich vorher ausgesucht hatten. Übernachtet wurde in einfachen Hütten, die man nicht aufwändig buchen muss. Man kann aufs Geratewohl durchs Land fahren und an jenen Orten bleiben, die einem gefallen. Die Hütten, sagt Klaus Hümmer, sind ausgeschildert. Und weil das Land touristisch nicht überlaufen ist, ist meistens auch etwas frei. Zu den Reiseerinnerungen des Paares gehören auch die Fahrt durch einen 24 Kilometer langen Tunnel und die Spaziergänge durch die kleinen Innenstädte - etwa durch das malerische Trondheim. Und die Fahrt mit der Bergen-Bahn nach Oslo haben die Hümmers sehr genossen. Neben zahlreichen Rentieren sahen sie aber nur einen einzigen Elch - eine Elchkuh, die im Meer schwamm.
Norwegen ist unbedingt empfehlenswert, sagt Klaus Hümmer, und wenn es nicht noch so viele andere verlockende Ziele auf der Welt gäbe, würde er gern nochmal hinreisen. Doch im nächsten Jahr steht erstmal Kuba auf dem Reiseplan.