Der in Bamberg lebende Professor Dr. Manfred F. Fischer war einer von elf Bürgern, die in der vergangenen Woche den Thüringer Verdienstorden von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) erhalten haben. Es handelt sich um die höchste Auszeichnung, die das Bundesland für Verdienste um das Gemeinwohl seit 20 Jahren zu vergeben hat. Ramelow lobte Fischer und Co. bei der Preisverleihung im corona-bedingt sehr kleinen Kreis: "Sie sind Vorbilder, denen hoffentlich noch viele andere folgen mögen."

In der Laudatio zu Manfred F. Fischer, der auch im Fränkischen Tag gelegentlich Artikel zur Architektur in Bamberg veröffentlicht, heißt es: Er erwarb sich durch sein herausragendes Engagement für den Erhalt des Thüringer Bauerbes bleibende Verdienste. Beinahe zwei Jahrzehnte arbeitete der Kunsthistoriker und Denkmalpfleger als ehrenamtlicher Vorsitzender des Sachverständigen Beirats der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten. Als sowohl wissenschaftlich anerkannter Kunstexperte als auch praxiserprobter Konservator sei Professor Fischer stets um pragmatische Lösungen bemüht gemessen und habe zwischen unterschiedlichen Positionen vermittelt. Seinen großen Erfahrungsschatz in Erhaltung, Erforschung und Vermittlung des historischen Bauerbes habe er gewinnbringend für die Thüringer Kulturlandschaft eingebracht.

Einsatz für gefährdete Denkmale

"Mit seiner Überzeugung, dass eine sinnvolle Nutzung den besten Schutz für Denkmalensembles darstellt, und seinem Werben für alternative Wege prägte er die Arbeit der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten entscheidend", sagte Ramelow. Insbesondere sein Engagement für gefährdete Denkmale, zum Beispiel für Schloss Reinhardsbrunn, habe der Öffentlichkeit deutlich gemacht, welch identitätsstiftende Kraft dem historischen Bauerbe innewohnt. red