Tettau — Hubert Russ (SPD) ging auf einen Artikel im FT ein, wonach der Kleintettauer Thomas Ebertsch seine Firma "KTR-Kunststofftechnik GmbH am Rennsteig" von Thüringen nach Steinbach verlagert. Russ forderte die Gemeinde auf, ein Gewerbegebiet auszuweisen. Er las Zitate aus dem Artikel, wonach die Steinbacher bereits vor zehn Jahren eine Fläche erwarben und diese zu günstiges Konditionen an interessierte Gewerbetreibende veräußerten.

An die Zukunft denken

Willy Güntsch (SPD) sprach von einem einstimmigen Beschluss zwecks Ausweisung eines Gewerbegebietes, der aber letztlich nicht umgesetzt werde. Thomas Ebertsch sei nun in Steinbach, so Ines Pechthold (SPD): "Er ist weg". Es sei angebracht, sich über Perspektiven zu unterhalten, damit so etwas nicht wieder vorkomme. In die gleiche Kerbe schlug Annika Nebatz (SPD): "Denkt an die Zukunft des Marktes Tettau."

Fehler der Vergangenheit

Bürgermeister Peter Ebertsch (Bürgerliste) sprach davon, dass das Gewerbegebiet in Steinbach bereits seit zehn Jahren existiere. Das von Hubert Ruß angesprochene Gebiet im Bereich des Grünen Bandes in Tettau wäre wohl nicht akzeptiert worden. "Die Fehler sind in der Vergangenheit gemacht worden", sagte Ebertsch.
Michael Müller (Bürgerliste Tettau) wies darauf hin, dass bei dem von der SPD-Fraktion ins Auge gefassten Gewerbegebiet der Gemeinde rund 1,8 Millionen Euro Kosten für Erwerb und Erschließung entstanden wären. Angesichts der Haushaltslage wäre dies aber nie genehmigt worden. vs