Sonnenstrahlen machen glücklich. Treffen sie auf die Haut, setzen sie Glückshormone frei, sogenannte Endorphine. Zudem ist Sonnenlicht wichtig für die Produktion des körpereigenen Vitamin D, das zu gesunden Knochen und Zähnen beiträgt. Zu viel Sonne kann allerdings auch schädlich sein. Die ultraviolette (UV-) Strahlung durch Sonne lässt die Haut vorzeitig altern und ist zudem ein Risikofaktor für Hautkrebs.

"Wer ein Sonnenbad ohne Reue genießen will, sollte daher geeignete Maßnahmen zum Sonnenschutz ergreifen", rät Stephan Preisz von der AOK-Direktion Coburg. Schatten bietet einen guten Sonnenschutz. Die UV-Belastung wird dadurch mindestens halbiert. Besonders gut schützt dichtes Blattwerk. Doch besteht auch an schattigen Plätzen das Risiko eines Sonnenbrands, da die Umgebung die Strahlen reflektieren kann.

Schutzschild anlegen

Wie viel Sonne jeder einzelne Mensch verträgt, hängt von seinem Hauttyp ab. Je dunkler die Haut, desto höher der Eigenschutz. Zu welchem Hauttyp man zählt, kann am besten ein Hautarzt bestimmen. "Sonnenschutzmittel helfen, die Eigenschutzzeit der Haut zu erhöhen und dadurch Sonnenbrand zu verhindern", sagt Stephan Preisz. Es gibt sie mit unterschiedlichen Lichtschutzfaktoren (LSF). Er besagt, um wie viel die Eigenschutzzeit der Haut erhöht wird. Wer beispielsweise ohne Schutz 10 Minuten lang in der Sonne bleiben kann, genießt mit LSF 20 einen Sonnenschutz, der maximal 200 Minuten -10 Minuten mal 20 - anhält. Experten raten allerdings, höchstens zwei Drittel dieser errechneten Zeit auszunutzen. Wichtig ist auch, die Sonnencreme rechtzeitig zu verwenden und nicht erst, wenn man schon eine Weile in der Sonne war. Sinnvoll ist außerdem, ein Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor (30 und mehr) aufzutragen.

Kleidung als Sonnenschutz

Kleidung hilft ebenfalls, die UV-Belastung zu reduzieren. Aber nicht alle Stoffe sind dafür gleich gut geeignet. Besseren Schutz bieten Stoffe, die dunkel, fest gewebt oder dicht sowie ungebleicht sind. Materialien wie Polyester, Jeans und Wolle halten mehr UV-Licht ab als dünne Baumwollstoffe, Leinen, Seide oder Viskose.

"Und was für die Haut gilt, gilt auch für die Augen - sie brauchen ebenso Schutz vor zu viel Sonneneinstrahlung", so Stephan Preisz. Denn zu starke UV- Strahlung kann die Horn- und Bindehaut schädigen. Deshalb muss die Sonnenbrille bestimmten Standards entsprechen. Unverzichtbar ist die Markierung "CE" und die Aufschrift "EN 1836:1997" auf Glas oder Brillenbügel. red