Gut Ding will Weile haben. "Alle Beteiligten sind der Meinung, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist nachzubessern", sagte Bürgermeister Michael Kastl (CSU) bei der Stadtratssitzung am Montag. Als Mitglied des Arbeitskreises informierte er die Kommunalpolitiker über den Sachstand beim geplanten Neubau des Feuerwehrgerätehauses, der sich noch ein wenig verzögern wird. Aber er hatte auch gute Nachrichten: Zwei Gerätewarte, die zur Hälfte für den Bauhof bzw. das Wasserwerk tätig sind, werden zum 1. April eingestellt. Bis das neue Gerätehaus fertig ist, wird die Münnerstädter Wehr die früheren Räume der Städtischen Musikschule unmittelbar über dem Gerätehaus nutzen.

2. Bürgermeister im Boot

Der Arbeitskreis, der vor einigen Jahren gegründet wurde, soll die Interessen bündeln, sagte der Bürgermeister. Ihm gehören der Kommandant Robert Müller, sein Stellvertreter Guido Denner, Feuerwehrreferent Thorsten Harnus (CSU), Oliver Jurk (CSU), Liegenschaftsreferent Norbert Schreiner (Forum Aktiv) und er selbst an. Michael Kastl lud 2. Bürgermeister Andreas Trägner (Freie Wähler) ein, ebenfalls mitzuwirken, "damit der Arbeitskreis nicht so CSU-lastig ist."

Der Bürgermeister erinnerte an die ursprüngliche Planung, als das Gerätehaus am Ende des Entwicklungsgebietes Lache mit Einzelhandel und Parkplätzen gebaut werden sollte. Damals wurden alle notwendigen Details für das Gerätehaus eingearbeitet, wobei sich besonders Guido Denner sehr engagiert habe. "Das war ein sehr guter Plan", lobte der Bürgermeister.

Planung geändert

Dann aber entschied sich der Stadtrat, auf den Kreisel, die Parkplätze und den Einzelhandel zu verzichten und das Gerätehaus unmittelbar an die Entlastungsstraße zu bauen, was den geringsten Eingriff ins Gelände mit den geringsten Erschließungskosten bedeutet. Dann habe sich aber gezeigt, dass eine Verlegung des geplanten Gerätehauses an die Straße nicht ganz so einfach ist. Michael Kastl kündigte an, dass Matthias Kirchner vom Planungsbüro Bautechnik Kirchner (Oerlenbach) das Baufeld neu festlegen werde, was inzwischen auch schon geschehen ist. Dann planen die Ingenieure von K-Plan die notwendigen Änderungen. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt nachzusteuern.

Leo Pfennig (Freie Wähler) wollte wissen, wann mit dem Bau begonnen wird, und wann er fertig ist. "Dazu kann ich keine Angaben machen", sagte der Bürgermeister. Klaus Schebler (Neue Wege) fragte nach, ob das Straßenbauamt (Staatliches Bauamt Schweinfurt) schon die Abbiegespur genehmigt habe. Es gebe derzeit lediglich eine mündliche Zusage, das Bauamt werde im Zuge der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange eine Aussage treffen.

"Gut ist daran, wenn es länger dauert, dass wir unsere Gerätewarte in die Planung mit einbinden können", sagte der Bürgermeister und war damit schon beim nächsten Tagesordnungspunkt. Es seien tatsächlich zwei Personen gefunden worden, die die fachliche Eignung haben und auch bereit sind, zur Hälfte im Bauhof bzw. im Wasserwerk zu arbeiten. So waren die Stellen ausgeschrieben worden. "Ich habe nicht daran geglaubt, aber es hat hervorragend funktioniert."

Kein Platz im Gerätehaus

Aber im alten Gerätehaus gebe es keinen Platz für die Gerätewarte. Außerdem sei das Büro des Kommandanten und seines Stellvertreters mitten in der Halle. Das müsse weg, weil das neue (gebrauchte) Logistikfahrzeug kommt, und das solle ja nicht im Freien stehen wie sein Vorgänger. Zudem seien die Zustände in der Kleiderkammer sehr unbefriedigend. Es gebe aber derzeit freie Räume unmittelbar über der Halle, wo früher die Musikschule untergebracht war. "Die haben wir bewusst frei gehalten, obwohl es viele Begehrlichkeiten gab." Diese Räume werden nun vorübergehend von der Feuerwehrjugend, als Büro des Kommandanten, als Kleiderlager und von den Gerätewarten genutzt. Mobiliar sei noch genug im alten BBZ vorhanden, das Ganze lasse sich ohne großen Aufwand bewerkstelligen.

3. Bürgermeister Axel Knauff (SPD) wollte wissen, ob mit Umbaukosten zu rechnen sei. "Mir sind solche Umzüge am liebsten, wenn sie nichts kosten", sagte der Bürgermeister dazu. "Mir auch", bekräftigte Axel Knauff. Ein Eimer Farbe sei kein Problem, ergänzte der Bürgermeister, aber Trockenbau sei nicht vorgesehen. Rosina Eckert (Forum Aktiv) ließ sich noch einmal bestätigen, dass die Nutzung nur temporär ist und auch die Jugendfeuerwehr nicht für längere Zeit in den Räumen bleibt. Die Zustimmung zur temporären Nutzung kam einhellig.