Bei der Feuerwehr im Ebensfelder Gemeindeteil ist der Generationswechsel reibungslos über die Bühne gegangen. Kommandant Martin Schmidt (30 Jahre) und Martin Göppner (27) als Stellvertreter bilden die neue Führung der aktiven Wehr, aus seinem Amt verabschiedet hat sich Ralf Hilger - nach 18 Jahren an der Spitze.

Bürgermeister Bernhard Storath (CSU) war sichtlich angetan vom einstimmig beschlossenen Wechsel bei der Feuerwehr: "In Oberbrunn, da funktioniert es halt." Respekt zollte das Gemeindeoberhaupt dem ehrenamtlichen Einsatz von Ralf Hilger, der 24 Jahre lang (18 als Kommandant, zuvor sechs Jahre als Stellvertreter) bei der Feuerwehr in der Verantwortung stand. Als Zeichen des Dankes bekam Hilge einen Ehrenkrug der Gemeinde überreicht. Zeitgleich mit Hilger verabschiedete sich ein "alter Bekannter": Kreisbrandinspektor Gerhard Elflein. Er sprach im Rückblick von einer "herrlichen Zeit" und betonte das gute Vertrauensverhältnis, das stets zwischen ihm und den Oberbrunnern geherrscht habe. In seinem letzten Jahresbericht sprach der scheidende Kommandant unter anderem von zwei gemeinsamen Übungen innerhalb der Alarmierungseinheit mit Unterbrunn und Döringstadt. Erfreut berichtete Hilger zudem, dass inzwischen fast alle Oberbrunner Aktiven die Ausbildung Digitalfunk abgeschlossen haben.

Zufrieden zeigte sich Bürgermeister Bernhard Storath mit den Fortschritten, die die Alarmierungseinheit aus Unterbrunn, Oberbrunn und Döringstadt gemacht hat. Auf die Ausrüstung müssen die Aktiven nach Storaths Worten nun auch nicht mehr lange warten: "Das neue Einsatzfahrzeug ist bereits bestellt." Wohl noch im Sommer, spätestens im Herbst, werde es ausgeliefert. Dafür bekamen die politisch Verantwortlichen ein Lob von Kreisbrandrat Timm Vogler: "Die Wehren hier sind vernünftig und zeitgemäß ausgestattet." Ziel aller Kommunen müsse es sein, die Ortsteilfeuerwehren am Leben zu erhalten, forderte Vogler. Denn die Feuerwehr sei doppelt wichtig - "als Rettungsorganisation, aber auch als wichtiger Faktor für den gesellschaftlichen Zusammenhalt". Ralf Hilger sprach Vogler seine Hochachtung aus: "24 Jahre in führenden Positionen zu sein, ist eine Meisterleistung." Kreisbrandmeister Christian Schilder munterte die Feuerwehr auf, auch bei personellen Schwierigkeiten auf jeden Fall den Alarmierungen nachzukommen. Vorkommnisse wie zuletzt, als Wehren aufgrund des Fehlens ihres Maschinisten nicht ausrücken wollten, dürfe es nicht geben. Im Ernstfall finde sich vor Ort immer eine Lösung, versicherte Schilder. Der Kreisbrandmeister warb aber auch, im Engagement bei den Übungen nicht nachzulassen: "Ein Kommandant ist immer nur so stark wie seine Mannschaft."

In Vertretung von Horst Amon zog der Schriftführer Ulrich Amon die Jahresbilanz aus Sicht des Feuerwehrvereins. Bewährt habe sich das mit reduziertem Programm durchgeführte Patronatsfest, dafür sei das Johannifeuer aufgrund der Waldbrandgefahr ausgefallen.

Kassierer Dieter Spaderna verabschiedete sich nach 18 Jahren mit unerfreulichen Zahlen aus seinem Amt: Erwartungsgemäß schloss die Feuerwehr das Jahr mit einem leichten Minus ab. Um dieses künftig zu vermeiden, werden die Nutzungspauschalen für die Alte Schule geändert: Oberbrunner zahlen 70, Auswärtige 120 Euro. bk