Unter dem Motto "Unser TSV hat einen Dachschaden" lief in der zurückliegenden Zeit die Aktion Dachsanierung für das in den 70er Jahren erbaute Sportheim. Für die Führungskräfte und Mitglieder des Vereins war dies zweifellos die bedeutendste Aufgabe im Berichtsjahr. Das unterstrich auch Vorsitzender Norbert Engel bei der Hauptversammlung. Gleichzeitig lobte er den eindrucksvoll unter Beweis gestellten Gemeinschaftssinn der Sportfamilie des vor über 100 Jahren gegründeten Vereins im Sonnefelder Gemeindeteil.

Ausgeführt wurden die Arbeiten von Fachfirmen und zahlreichen ehrenamtlichen Helfern. Die Kosten waren in Höhe von 30 000 Euro veranschlagt. Der Verein wurde für die Finanzierung durch eine beispiellose Aktion unterstützt. Engel sagte: "Das Ergebnis unseres Spendenaufrufs kann sich sehen lassen." Dann ging er auf (teils anonyme) Einzel- und Gruppenspenden, auf die Unterstützung von Firmen und einer örtlichen Bank ein. Das alles summiere sich auf 18 600 Euro. Wobei die erwartete finanzielle Unterstützung durch den BLSV noch nicht in trockenen Tüchern sei, wie der Vorsitzende hinzufügte.

Zusätzlich zur Dacherneuerung standen die Neugestaltung der Fassade (Engel: "Das Gerüst war ja schon da") sowie die Modernisierung der Sanitäranlagen und Einrichtungen zur Energieeinsparung auf der Agenda.

Nach Neuzugängen zählt der TSV als mitgliederstärkster Verein Gestungshausens 248 männ-liche und 66 weibliche Mitglieder im Schüler- bis zum Rentneralter.

Erlöse flossen mit ein

Kassier Bernd Gäbelein berichtete, dass die Erlöse aus gut angenommenen TSV-Veranstaltungen im Jahreslauf wie Bunnyball am Ostersamstag, Sommer-/Sportfest, "Noktoberparty", Jahresabschlussfeier und aus der Hausvermietung ebenso in die Finanzierung der Sportheimsanierung eingeflossen seien. Einsparungen bei Aufwendungen für Elektro, Sanitär und Heizung listete Konrad Melzer auf. "Durch rechtzeitige Gegenmaßnahmen wurden Wasserschäden im Heim minimiert", stellte Uwe Titz vom Hausmeisterteam fest.

Der Verein hatte die Idee, einen Brunnen zu bohren oder einen Wasserspeicher aufzustellen, um den Sportplatz autark mit Wasser versorgen zu können. Von der Idee habe man sich aber verabschieden müssen, war von der Vereinsführung zu erfahren.

Bürgermeister Michael Keilich zeigte sich beeindruckt vom Erfolg der Spendenaktion und dem Mitgliedereinsatz bei der gelungenen Hausrenovierung.