Der plötzliche Herzstillstand tritt ohne Vorwarnung ein, überall und jederzeit. Jedes Jahr trifft er unzählige Menschen aller Altersstufen auf der ganzen Welt, unabhängig von körperlicher Fitness und Lebenswandel - und die meisten überleben nicht. Der plötzliche Herzstillstand hinterlässt tragische Lücken in Familien, an Arbeitsplätzen und in Gemeinden.
Dennoch gibt es Hoffnung, denn eine Behandlung ist möglich: und zwar durch die Defibrillation. Tagtäglich werden gewöhnliche Menschen durch die Verwendung eines automatisierten externen Defibrillators zu Lebensrettern.
Mittlerweile stellen die ersten Kommunen an öffentlichen Plätzen Defibrillatoren bereit, die von jedermann leicht zu bedienen sind. Stockheims Gemeinderat mit Bürgermeister Rainer Detsch an der Spitze ist ebenfalls in die Offensive gegangen und hat drei Geräte angeschafft.
Alle drei Defibrillatoren sind Tag und Nacht öffentlich zugänglich, und zwar in Neukenroth im Hotel Rebhan, in Stockheim in der Sparkasse sowie in Burggrub am Feuerwehrgerätehaus. Für diese technischen Hilfsmittel, die Lebensrettung leichter machen, wurden 4500 Euro investiert. Finanziell unterstützt wurde die Gemeinde Stockheim durch Business und Wellness Hotel Rebhan, durch Bauconzept Horst Hanna und durch Häfner Küchen aus Burggrub mit jeweils 500 Euro. Ein weiterer Dank für ihr Engagement galt bei der Geräteeinführung Sparkassenfilialleiter Jürgen Lenker und Kommandant Dirk Raupach von der Feuerwehr Burggrub. Erläuterungen zu dem kleinen Kästchen, das Leben retten kann, gab Dirk Raupach. "Sobald man die Defibrillatoren in Betrieb nimmt, sagen sie einem, was zu tun ist.
Das Gerät erkennt den Herzschlag des Patienten und stellt eigenständig fest, ob der Einsatz eines Stromschlags sinnvoll ist oder nicht. Alles ist besser, als nichts zu tun", betonte Raupach. Als flankierende Maßnahme sei der Notruf 112 unbedingt mit zu berücksichtigen. Bürgermeister Detsch zeigt sich zufrieden, dass gut verteilt in der Großgemeinde Stockheim drei Geräte für den Ernstfall bereitstehen. gf