Mit rund 3,84 Millionen Euro unterstützt Bayern die Sanierung des ehemaligen Schlosses Geyerswörth in Bamberg. Das teilt die Bamberger Landtagsabgeordnete Staatsministerin Melanie Huml (CSU) mit. Der überwiegende Teil der Fördermittel stamme aus dem Entschädigungsfonds, aber auch die Landesstiftung habe einen größeren Zuschuss bewilligt, berichtet Huml.

"Unser kulturelles Erbe zu bewahren und es immer wieder auch mit neuem Leben zu erfüllen, halte ich für sehr wichtig. Deshalb setze ich mich sehr gerne dafür ein, dass wir als Freistaat Bayern uns an den Sanierungskosten bedeutender Baudenkmäler beteiligen", betont die Bamberger Landtagsabgeordnete.

"Ein besonderes Anliegen ist mir der Erhalt unserer Bamberger Altstadt mit ihren über tausend Einzeldenkmälern. Deshalb habe ich mich sehr gefreut über die Entscheidung meines Kabinettskollegen Kunstminister Bernd Sibler, die Sanierung von Schloss Geyerswörth mit 3,25 Millionen Euro aus dem Entschädigungsfonds zu unterstützen", so Huml weiter.

Die Bayerische Landesstiftung sei ebenfalls ein wichtiger Partner bei der Instandhaltung kulturhistorischer Baudenkmäler. Für das ehemalige Schloss Geyerswörth bewilligte der Stiftungsrat 590 000 Euro.

Bis ins 14. Jahrhundert reichen die Ursprünge des direkt gegenüber dem Alten Rathaus auf einer Insel gelegenen Schlosses Geyerswörth zurück. In seiner bis heute erhaltenen Erscheinung wurde es in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts errichtet und als fürstbischöfliche Residenz umgebaut. Seit dem späten 18. Jahrhundert diente der Renaissancebau als Verwaltungsgebäude, seit Anfang des 20. Jahrhunderts sind dort Behörden der Stadt Bamberg untergebracht. Aktuell werden Instandsetzungsmaßnahmen durchgeführt, die u.a. die Statik und eine energetische Sanierung umfassen. red