Auch in Oberbach wird an Martini die Kirchweih gefeiert. Dazu fanden sich 14 Paare bereits fünf Wochen vorher zusammen, um ausreichend Zeit für alle nötigen Vorbereitungen zu haben. Kirmeskönigin war in diesem Jahr Marie Fuß , für die Kirmeskönig Kilian Leipold das meiste Geld berappte.

In die heiße Phase ging es am Donnerstag vor dem Kirmeswochenende mit dem Binden der Plokränze. Aufgestellt wurde der schön geschmückte Plobaum am Kirmessamstag, am Sonntag ging es beim Kirmestanz um dem Plo rund. Davor allerdings lag der Kirchgang, auch wenn am Samstagabend ordentlich gefeiert worden war und das Aufstehen sicherlich nicht leichtfiel.

Zur Stärkung luden die Kirmesmädchen ihren Burschen anschließend zum Mittagessen ein. Dann ging es los mit dem Kirmeszug. Zusammen mit Blaskapelle und Dorfgemeinschaft ging es zum Plo an der Mehrzweckhalle.

Mit Spannung wurde nun die Kirmesrede erwartet, die Kirmeskönig Kilian Leipold vortrug. Zunächst wurden die Zuhörer bestens über die Begebenheiten beim "Verstreichen" der Mädchen informiert, bevor diverse dörfliche Geschichten und Malheurs zum Besten gegeben wurden.

Da wurde über ein geparktes Auto, das sich selbstständig gemacht hatte und über Straßen, Weg und Garten erst im Hof eines Oberbachers zum Stehen kam, erzählt. Aber auch über einige Riedenberger Burschen gab es eine lustige Anekdote zu berichten.

Diese waren, ganz CO2 -neutral, zum Beachvolleyball-Turnier über den Radweg nach Oberbach gefahren. Nach ausgiebigstem Weiterfeiern wurden sie allerdings auf dem Nachhauseweg magisch vom steilen Abhang angezogen und landeten alle kopfüber im Graben, von wo aus sie zu Fuß mit ordentlichen Blessuren weitergehen mussten. Schilder zerstörende Randalierer konnten dank aufmerksamer Anwohner dingfest gemacht werden. Berichtet wurde auch über einen Wohnmobilbesitzer, der Wasser statt in den dafür vorgesehenen Tank in den Dieseltank hatte laufen lassen. Sorgen machte sich Leipold aber auch. Schließlich haben die Gastwirtschaft, die Arztpraxis und die Apotheke zugemacht. Danach wurde etwas für das Vergessen der Sorgen getan, indem in der Mehrzweckhalle weitergefeiert wurde. bes