Als "geheime Kommandosache" wird beim TSV Ebermannstadt das "Projekt Tennishalle" behandelt. Fragen zur Notwendigkeit, zur Finanzierung oder zur Wirtschaftlichkeit sind unerwünscht. Hauptsache, eine Mehrheit im Stadtrat stimmt der Übernahme der Bürgschaft zu.

D abei übersehen der Tennisabteilungsleiter und das Führungsteam des 1300 Mitglieder zählenden Vereins, dass die Stadträte für ihre Entscheidung belastbare Zahlen brauchen, Fakten, auf die sie sich verlassen können. Sich auf eine, unter anderen Umständen gegebene Zusage zu stützen, ist der falsche Weg. Zielführender wäre es, für das eigene Anliegen zu werben, die Entscheidungen der Vereinsführung für die Bürger transparent zu machen. Je mehr Informationen vorliegen, desto leichter fällt eine Entscheidung. Geheimniskrämerei dagegen führt zu Nicht-Wissen und schürt das Misstrauen. Und das ist den Zielen des TSV ganz und gar nicht zuträglich.