klaus schmitt

Ein unbekannter Betrüger hat mit einer dreisten Masche reiche Beute in einem Ort im Landkreis Haßberge gemacht. Der Gauner gab sich dieser Tage telefonisch als Polizeibeamter von Interpol aus und vereinbarte in der Folge die Abholung von Wertgegenständen bei dem Angerufenen. Der Täter erbeutete damit Bargeld und Wertgegenstände im sechsstelligen Bereich, wie das Polizeipräsidium Unterfranken in Würzburg am Montag mitteilte. Die Ermittlungen führt die Kriminalpolizei Schweinfurt.
Den Tatort im Landkreis gab die Polizei nicht näher bekannt. Nur so viel: Der Betrogene lebt in einer Stadt im Maintal.
Am Sonntagabend bereits vor über einer Woche, gegen 20 Uhr, kontaktierte ein Unbekannter telefonisch das spätere Opfer aus dem Maintal und gab sich diesem gegenüber als Polizeibeamter von Interpol aus. Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen - in diesem Fall die Festnahme einer Tätergruppe und ein geplanter Einbruch in das Haus des Mannes - fragte der Anrufer den Mann nach Wertgegenständen aus. In der Folge vereinbarte der Betrüger zur "Wertsicherung" die Abholung am nächsten Tag.
Am Montag begab sich dann ein Unbekannter zum Wohnhaus des Mannes aus dem Kreis Haßberge und nahm Bargeld und Wertgegenstände im sechsstelligen Bereich entgegen. Anschließend entfernte sich der Täter in unbekannter Richtung.
Die weiteren Ermittlungen in dem Fall werden von der Kriminalpolizei Schweinfurt geführt.
Im Raum Schweinfurt sind im Laufe der letzten Woche weitere entsprechende Anrufe gemeldet worden, wie die Polizei weiterhin informierte. Es blieb jedoch in allen weiteren Fällen bei Versuchen. Die Gauner hatten keinen Erfolg. Anders als bei dem Fall im Kreis Haßberge.
Solche und ähnliche Gaunereien nehmen laut Polizei zu. Dabei sind die Täter offenbar sehr erfinderisch - und auch skrupellos. "Die Vielfalt kennt keine Grenzen", schildert Philipp Hümmer vom Polizeipräsidium in Würzburg. Die Polizei macht die Erfahrung, dass die Gauner immer raffinierter vorgehen. Offensichtlich sind sie teilweise regelrecht geschult.
Die Polizei bittet, bei verdächtigen Anfragen erst einmal misstrauisch zu sein. "Im Zweifelsfall immer nachfragen!", empfiehlt Philipp Hümmer von der Polizei in Würzburg.