von unserem Mitarbeiter Dieter Hübner

Trebgast — In ein ganz anderes Licht hat der Freie Fotoclub Bayreuth diesmal die Naturbühne gerückt. Die Mitglieder nutzten die Kulisse für ein Shooting der etwas anderen Art.
"Eure Bilder zeigen, dass sich die Naturbühne nicht nur zur Schauspielerei eignet", stellte Vorsitzender Siegfried Küspert bei der Vernissage im Foyer fest. "Der Titel Eurer Ausstellung - "Hautnähe" - trifft es ganz genau, denn ihr ward mit den Objektiven oft verdammt nah dran an der Haut."
Gemeint war die Haut von acht jungen, hübschen Damen, die von acht Fotografen des Clubs gezielt in alle Ecken der Kulisse am Wehlitzer Berg platziert und abgelichtet wurden.
"Wir beschäftigen uns seit Anfang der 90er Jahre damit, Personen mit fotogenem Aussehen an markanten Punkten wie dem Botanischen Garten oder Seen, Sand- und Steinbrüchen zu fotografieren", erklärt Rüdiger Kranz, Ehrenpräsident des 1974 gegründeten Fotoclubs.
Die jungen Frauen, meistens Studentinnen, werden durch Aufrufe im Internet, speziell über die Facebook-Plattform, gesucht und erhalten danach jeweils eine CD mit ihren Fotos, die sie dann weiterverwenden können. Kranz weiter: "Die romantische Kulisse der Naturbühne eignet sich für ein derartiges Shooting natürlich besonders. Auch, wenn bei uns dabei das Model im Vordergrund steht. Ein Vorteil für uns war, dass wir den Kostüm-Fundus nutzen konnten und uns auch die Maske unterstützt hat."
Die 25 Clubmitglieder fachsimpeln jeden Mittwoch bei ihrem Stammtisch in der Gaststätte "Die Laus". Der Jüngste, Marc White, war auch auf der Bühne dabei. Der 14-jährige Schüler wurde von seinem Vater mit dem "Foto-Virus" infiziert. "Die Schwierigkeit bei Porträts ist es, die Person so weit zu bringen, dass sie so positioniert ist, wie man sich das vorgestellt", klärt er uns auf."