Pfarrer Jochen Keßler-Rosa, Vorstand der Diakonie Schweinfurt mit Partnervereinen in der Region Main-Rhön und Kitzingen, hat sich mit einer Videobotschaft an seine Mitarbeiter der Diakonie, vor allem in den Pflegeheimen gewendet. Wichtig ist ihm die Forderung nach einer umfassenden medizinischen Betreuung von Pflegeheimen sowie mehr finanzielle Unterstützung für die Pflege.

Vorwürfe und Schuldzuweisungen

So sagt er: "Pflegerisch macht uns keiner etwas vor, aber medizinisch lässt man uns am ausgestreckten Arm verhungern. Schutzartikel kommen erst ausreichend, wenn der Erste positiv getestet ist, Arztbesuche gibt es oft tagelang nicht, aber aus den Kliniken sollen wir Patienten aufnehmen, nicht selten ungetestet. Jeden Tag Anrufe von Menschen, die zuhause nicht mehr versorgt werden können, und dann immer wieder Vorwürfe und Schuldzuweisungen, die wir schlucken müssen. Ich habe das Gefühl, viele denken, mit uns kann man es machen."

Seine Forderungen im Detail lauten: eine umfassende medizinische Betreuung von Pflegeheimen, also Ärztinnen und Ärzte, die für Bewohnerinnen und Bewohner wirklich da sind. "Die Corona-Fachleute sprechen von den großen Risiken für Pflegeheime, der Virus ist in vielen Heimen angekommen", so Keßler-Rosa weiter. "Ich fordere ab sofort mehr Unterstützung für die Pflege. Jetzt fehlen die Angehörigen und die Ehrenamtlichen, die gerne kommen würden. Die sind aber eingerechnet in den Pflegesätzen, denn eine Vollversorgung hat die Pflegekasse immer abgelehnt."

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Das Video von Keßler-Rosa wurde inzwischen auf allen Kanälen veröffentlicht: Aktuelle Informationen von der Diakonie Schweinfurt wie auch die Videos finden sich auf der Homepage unter https://www.diakonie-schweinfurt.de/aktuelles sowie auf Facebook www.facebook.com/DiakonieSchweinfurt/ und Instagram www.instagram.com/diakonieschweinfurt/. red