Im grünen Klassenzimmer des Wildparks Hundshaupten fand der Gründertreff des Landkreises Forchheim statt. Die Wirtschaftsförderung des Landkreises durfte rund 20 Gründerinnen und Gründer, Expertinnen und Experten zu einer interessanten Abendveranstaltung mit Impulsvorträgen begrüßen.

Zu Beginn referierte die Expertin für Unternehmenskultur Melanie Ebert aus Hallerndorf mit ihren Leadership Dogs zum Thema „Kommunikation beginnt im Kopf“. Ihr tägliches Ziel ist es, die Kommunikation in Unternehmen zu verbessern. Mit Hilfe ihrer Hunde Maggy und Mira möchte sie die Denkweise der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter positiv verändern. Menschen können sich von der Verhaltensweise des Hundes so einiges abschauen. So spielt es beispielsweise für einen Hund keine Rolle, welche Kleidung sein Herrchen bzw. Frauchen trägt. Ganz im Gegenteil zu den Menschen, die ihr Gegenüber nur aufgrund der Kleidung schon meist in eine bestimmte Schublade stecken. Daneben appellierte Melanie Ebert auch an die Gründerinnen und Gründer, sich ein Netzwerk aufzubauen, um das eigene Business zu stärken. Das Motto lautet „Runter von der Couch!“, denn der Besuch von Netzwerkveranstaltungen ist dafür unabdingbar.

Ein Leistungsversprechen entwickeln

Im Anschluss stellten Lena Helldörfer und Katharina Kroll vom Lagarde 1 – Zentrum für Digitalisierung und Gründung Bamberg – die Value Proposition Canvas vor. Dabei geht es um die Entwicklung des Leistungsversprechens. Mit dieser Vorlage können Selbstständige auf eine einfache Art und Weise ihre Zielgruppe und ihr Produkt genau unter die Lupe nehmen und feststellen, ob das geplante Angebot auch wirklich das Problem der Kundschaft lösen kann.

Zum Abschluss präsentierte der Gründer Sebastian Eckl sein Forchheimer Erfolgs-Start-Up ProCarement GmbH. ProHerz, so heißt die von ProCarement entwickelte App, begleitet Menschen mit Herzschwäche. Mit der App kann der Gesundheitszustand des Patienten bzw. der Patientin verlässlich erfasst werden, indem gemessene Vitalwerte wie Blutdruck, Sauerstoffsättigung, Puls, Temperatur und Gewicht digital eingelesen werden. Die Werte werden dann von hoch qualifizierten Fachkräften ausgewertet, und auch die behandelnden Ärzte können auf die Daten zugreifen. So kann bei Auffälligkeiten oder einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes direkt eingegriffen werden. Das Start-Up gibt es nun seit gut zwei Jahren und besteht mittlerweile aus 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. red