In der Gemeinderatssitzung in Effeltrich ging es vor allem um die Ausstattung und Situation der kommunalen Grundschule in Corona-Zeiten.

Einem Antrag der DEL-Fraktion folgend war der Leiter der Effeltricher Grundschule , Florentino Mayer, zu der Sitzung geladen, um grundsätzlich zu der Frage "Sind unsere Schulen Corona-sicher?" Stellung zu beziehen. Rektor Mayer, der die Effeltricher Schule seit September 2020 leitet, berichtete über Anzahl und Art der an der Schule vorhandenen Medien wie Computer, Laptops, iPads und Beamer, über Organisation und Ablauf des derzeitigen digitalen Unterrichts und über die praktizierten Hygienemaßnahmen.

Wie zu hören war, ist die Ausstattung der Schule in etwa ausreichend, aber in Zukunft noch zu verbessern. Das Internet im digitalen Klassenzimmer und erst recht im Lehrerzimmer sei dagegen zu schwach. Zum zweimal pro Woche von ihm selbst veranstalteten virtuellen Stuhlkreis der Erstklässler sowie zum digitalen Unterricht für die Klassen 2 bis 4, den die Lehrerinnen von zu Hause aus und überwiegend mit ihren eigenen Geräten gestalten, bemerkte er zusammenfassend: "Es läuft wirklich gut."

Auch die Hygienemaßnahmen seien bestens eingeübt: Es gilt Maskenpflicht mit einer Trinkpause nach 45 Minuten und fünf maskenfreien Minuten draußen in der Pause. In ihre Klassenzimmer gehen die Schüler in gebührendem Abstand, und auch dort sind die Tische im Eineinhalb-Meter-Abstand aufgestellt. Desinfektionsmittel werden nicht verwendet; aber das Händewaschen im Klassenzimmer und in den Toiletten gehört zum Normalprogramm.

CO2 -Ampeln seien nicht nötigt, so Mayer. Es würden auch ausreichend viele Fenster geöffnet werden, was alle 30 bis 45 Minuten geschehe; Luftreinigungsgeräte, die auch den Feinstaub wegfiltern, wären dagegen sehr nützlich und wichtig. Daher beschloss der Gemeinderat einstimmig, einen Förderantrag für Luftreinigungsgeräte mit Filterfunktion für vier Klassenräume und einen Fachraum zu stellen.

Breitbandversorgung

In einem weiteren die Schule betreffenden Tagesordnungspunkt ging es um die Verbesserung der Breitbandversorgung, also um ein schnelleres Internet für die Schule und auch das Rathaus. Die Staatsregierung stellt für den Breitbandausbau bis zu 50 000 Euro pro Objekt bei einem Fördersatz von 80 Prozent zur Verfügung.

Das bedeutet, dass die Gemeinde Effeltrich für den Ausbau beider Standorte mit einem Eigenanteil von etwa 29 000 Euro rechnen muss.

Kompliziert wurde die Frage dadurch, dass die Deutsche Glasfaser zurzeit den Glasfaservollausbau für Effeltrich plant. Aber die Gemeinde wird den Anbieter für Schule und Rathaus nicht wechseln, da sie spezielle Verträge mit der Telekom hat, die eine höhere Ausfallsicherheit garantieren.