Den auf der Gemeinderatssitzung in Hallerndorf vorgelegten Bauanträgen stimmten die Gemeinderäte ohne Diskussion und einstimmig zu. Das galt für den Neubau einer Hackschnitzelheizung mit Wirtschaftsgebäude und Abbruch von Überdachung und Nebengebäude in Schnaid, aber auch für die Erweiterung einer anaeroben Flexbioanlage zur Aufbereitung des Abwassers in Hallerndorf und dem Neubau einer landwirtschaftlichen Maschinen- und Lagerhalle in Schlammersdorf.

Der Flächennutzungsplan

Bevor der Gemeinderat einstimmig den Vorentwurf der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes für Hallerndorf genehmigte, ging Sebastian Pleyer vom Büro für Städtebau die Karten für die einzelnen Ortsteile durch und notierte sich die Anregungen der Gemeinderäte . Bis Anfang der kommenden Woche könnten noch redaktionelle Änderungen in den Vorentwurf eingearbeitet werden. Vom 9. August bis zum 10. September wird der Vorentwurf schließlich öffentlich im ersten Beteiligungsverfahren ausgelegt: Die Bürger können sich alles ausführlich ansehen und der Verwaltung ihre eigenen Anregungen mitteilen.

Für den künftigen Solarpark in Schnaid leitete die Verwaltung in Hallerndorf das Bauleitverfahren mit gleichzeitiger Änderung des Flächennutzungsplans ein. Auf einer Fläche von 5,5 Hektar, das ist eine Fläche, in die fast acht Fußballfelder passen, soll künftig eine Freiflächenanlage für Photovoltaik mit einer Nennleistung von 5,8 MWp entstehen. Auch diesen Beschluss fassten die Räte einstimmig ohne weitere Diskussion.

Weil die Arbeitsgemeinschaft der katholischen Kindertagesstätten die Gebühren für die Kita St. Sebastian in Hallerndorf ab September um jeweils fünf Euro monatlich für alle Betreuungszeiten erhöht hat, schlug Bürgermeister Gerhard Bauer (WGH) vor, auch die Gebühren der gemeindlichen Kindertagesstätten um den gleichen Betrag zu erhöhen. Doch nicht alle Gemeinderäte zeigten sich einverstanden.

„Müssen wird uns dem katholischen Kindergarten anpassen?“, wollte Katharina Rebl wissen. Die fünf Euro seien vertretbar, urteilte Bauer. Schließlich entlaste der Freistaat Bayern die Eltern bei den Kindergartenbeiträgen und dem Krippengeld und bezuschusse die Beiträge mit 100 Euro pro Kind und Monat. Unterschiedlich hohe Beiträge in den Kindertagesstätten der Gemeinde fand Werner Fischer (WGH) schwierig: „Ich glaube, es ist klüger, wenn die Gebühren gleich hoch sind“. Mit zwei Gegenstimmen entschieden die Gemeinderäte schließlich die Änderung der Gebührensatzung für die Benutzung der Kindertageseinrichtungen der Gemeinde Hallerndorf und stimmten der Erhöhung um monatlich fünf Euro zu.

Gegen Wassermassen machtlos

„Das Jahrhunderthochwasser hat uns gezeigt, wo der Hammer hängt“, konstatierte Bürgermeister Gerhard Bauer die Ereignisse der vergangenen Tage. Gegen Wassermassen seien alle machtlos. Damit Hallerndorf in Zukunft besser gerüstet ist, gibt es bereits die ersten Terminabsprachen mit dem Wasserwirtschaftsamt , dem Umweltministerium und landkreisübergreifend auch mit der Kommune Adelsdorf, informierte Bauer: „Was wir tun können, werden wir auch tun.“ Auf einer Sondersitzung solle der Bürgermeister die Gemeinderäte über die Gespräche informieren, wünschte sich Gemeinderätin Katharina Rebl und stellte einen diesbezüglichen Antrag.