Keine Diskussion gab es im Wiesenttaler Gemeinderat zur Anschaffung von fünf mobilen Luftreinigungsgeräten für die Grundschule in Muggendorf. Wie Bürgermeister Marco Trautner (FW) erklärte, wurde dieses Thema schon in der Juli-Sitzung behandelt. Damals hatte der Gemeinderat noch negativ entschieden, weil es für die Geräte nur eine Förderung gab, wenn im Klassenzimmer keine Fenster zum Lüften geöffnet werden können.

Nun hätten sich die Förderrichtlinien dahingehend geändert, dass es unabhängig von zu öffnenden Fenstern eine Förderung von bis zu 50 Prozent gibt, höchstens 550 Euro pro Gerät . Vergangene Woche sei man daher permanent im Rathaus damit beschäftigt gewesen, Angebote einzuholen, auch weil die Preise für die Geräte inzwischen durch die Decke gehen und die Lautstärke eines Geräts 40 Dezibel nicht überschreiten soll. Fündig geworden sei man schließlich bei einem Händler in Heiligenstadt, der alle fünf benötigten Geräte mit der Bezeichnung „Airles Silent 800“ innerhalb der nächsten 14 Tage zum Gesamtpreis von 12 703 Euro liefern kann. Auch der Landkreis Bamberg habe diese Geräte bestellt, so Trautner. Abzüglich der Förderung bleiben bei der Gemeinde 6300 Euro hängen.

Konrad Rosenzweig ( CSU ) zeigte sich überrascht, dass die Geräte so schnell lieferbar sind. „Uns bleibt überhaupt nichts anderes übrig, und wichtig ist es, dass sie sehr leise sind“, so der Vizebürgermeister. Denn man stelle sich die Resonanz der Eltern vor, wenn man die Geräte nicht anschaffen würde und die Schule deswegen geschlossen werden müsste. Außerdem handle es sich um Grundschulkinder , die noch nicht geimpft werden können, so Rosenzweig. Und außerdem würden die Geräte auch Heizkosten sparen, weil man nicht ständig die Fenster aufreißen müsse. „Lüften muss man weiterhin“, betonte jedoch Trautner.

„Die Schüler nehmen viel auf sich mit Testen und Maskentragen jeden Tag. Deshalb sollte es unsere Aufgabe sein, die Kinder zu unterstützen, wo wir können“, sprach sich Christin Kellner (FWW) für die Anschaffung aus. „Für unsere Kinder nur das Beste“, so auch Dritter Bürgermeister Günter Schürer ( CSU ). Er gab aber auch zu bedenken, das die Geräte Wasserdampf und Kohlendioxid erzeugen und es nicht stimme, dass der Raum dann völlig virenfrei sei.

„Wir sollten die Dinger bestellen und den Antrag auf Förderung stellen“, so auch Manfred Bischoff (FWW). „Schnellstmöglich kaufen“, riet auch Helmut Hofmann (Zukunft Jura), weil man die Geräte nach Corona vielleicht auch in der Grippezeit brauchen kann. Der Beschluss zum Kauf der fünf Luftreiniger fiel dann einstimmig aus.