15 Denkmalschutzmedaillen gehen in diesem Jahr an Persönlichkeiten und Institutionen in ganz Bayern, die sich in herausragender Weise für die Denkmalpflege engagiert haben. Mit dabei im Landkreis Forchheim: Reinhold Geldner für den Fränkische-Schweiz-Verein Hiltpoltstein , der sich um die Instandsetzung des sogenannten Spörlhauses in Hiltpoltstein verdient gemacht hat. Das gaben Kunstminister Bernd Sibler und Generalkonservator Prof. Mathias Pfeil, Leiter des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege , in München bekannt.

Das eher versteckt liegende Haus am Fuß des Burgfelsens hat eine lange Geschichte. Ungefähr 300 Jahre gehörte es dem Pflegamt und diente als Brauhaus. Im Lauf der Jahrhunderte fiel Hiltpoltstein während kriegerischer Auseinandersetzungen mehrmals Brandschatzern zum Opfer. Mindestens einmal wurde es bis auf die Kirche und die Burg nahezu komplett zerstört. Die Aufzeichnungen des Pflegamtes zeugen von vielen, umfangreichen Reparaturen und Umbauten des sogenannten Spörlhauses – zuletzt 1872 in ein Wohnhaus mit Stall. Die dendrochronologische Untersuchung seines Dachstuhls kam zu dem Ergebnis, dass die verwendeten Bäume im Winter 1744 gefällt worden sein müssen.

Bevor der Fränkische-Schweiz-Verein Hiltpoltstein das Gebäude im Jahr 2011 erwarb, befand es sich in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand. Von 2013 bis 2015 baute es der Verein zu seinem Vereinsheim mit Ausstellungsräumen um. Dank der Aktivitäten des Vereins wurden das „Spörlhaus“ und in der Folgezeit auch die dazugehörige Scheune denkmalgerecht instand gesetzt . Mit dem liebevoll und authentisch eingerichteten Vereinsraum und dem kleinen Museum im Obergeschoss ist hier mit vorwiegend ehrenamtlichem Engagement eine Bereicherung für das Ortsbild und das öffentliche Leben in Hiltpoltstein entstanden, so das Landesamt für Denkmalpflege . red