Gräfenberg ist für vieles bekannt: für Biere, für das Turmuhrenmuseum, für die Altstadtführungen, für den Fünf-Seidla-Steig, den Sagenweg und für seine historische Altstadt . Von Weißenohe kommend, fällt der Blick auf die Kirche, mit den geschichtsträchtigen Bauten rundherum. Diese Sicht als Silhouette anlässlich des Doppeljubiläums zu verewigen, war die Idee von Hans-Peter Reck, dem Vorstand der Altstadtfreunde. Zugleich soll diese 200 Kilo schwere, 1,8 Meter im Durchmesser fassende runde Silhouette aus Edelrost für die künftigen Generationen sein. Als Erinnerung an die beiden wichtigen Ereignisse der Stadt: die erste urkundliche Erwähnung im Jahre 1172 und die Erhebung zur Stadt im Jahre 1371. Das ist der Grund, warum statt der Jubiläumszahlen die Jahreszahlen ausgestanzt wurden.

Wobei: „ Gräfenberg ist sicher älter“, sagt Hans-Peter Reck. Doch beim Stadtbrand sind alle Bücher mit den Geschichtsdaten vernichtet worden. Die bekannten Jahreszahlen stammen von in den Archiven gefundenen Doppelschriften. Als „Kreuenberc“ war Gräfenberg genannt. Bevor Reck und Bürgermeister Kunzmann die Silhouette enthüllten, dankte das Stadtoberhaupt den beteiligten Künstlern und Geldgebern: der Firma Heinig für die schnelle Anfertigung, Martha Schmitt für die Grafik und den Vertretern der Banken, die zusammen mit der Firma Heinig die Kosten in Höhe von 1650 Euro übernahmen. Mit Wasserbomben wurde das Gräfenberger Zeichen dann „getauft“.

Zu der Zeit gingen die ersten Gäste schon in die Räume des historischen Rathauses. Dort war Berthold von Hallers Nachfahre unter den Ehrengästen. Die Nürnberger Patrizierfamilie Haller hatte seit 1333 die Herrschaft im Ort. Der Samstagnachmittag und -abend gehörten den Bürgern der Stadt. Auch ehemalige Gräfenberger waren gekommen, um das Doppeljubiläum – die Stadterhebung letztes Jahr wurde coronabedingt auf heuer verschoben – zu feiern. Ein Jubiläumsbier hat die Brauerei Friedmann gebraut und an einem Stand angeboten. Auch der Freundeskreis Pringy, der Fränkische-Schweiz-Verein, der Sportverein und die Altstadtfreunde boten Verköstigungen an.

Schon während der Wochen wurde ein Stadtquiz für Kinder ausgelegt. Den Teilnehmern wurden am Abend die Preise überreicht. Neben den vielen Helfern und der Stadt wurde das Jubiläumsfest hauptsächlich von den Altstadtfreunden und den beiden Kulturbeauftragten Antje Rammensee ( SPD ) und Christiane Scheumann (Grüne) organisiert. Den musikalischen Auftakt gab die Blaskapelle der Original Schwabachtaler Musikanten, die zu der „New Memory Band“ aus Sonneberg mit Songs aus den 60er, 70er und 80er Jahren überleitete.