JOhannes Schlereth

Nach Pandemie und Rakoczy-light fand das Stadtfest heuer wieder in seinem üblichen Rahmen statt. In Massen drängte es die Menschen in die Stadt, um zu feiern. Für den Festauftakt am Freitag meldeten sämtliche Wetter-Portale starken Regen und Gewitter.

Was dann aber tatsächlich vom Himmel kam, stimmte mit den Vorhersagen nicht überein - lediglich ein kurzer Schauer zog am Freitagabend übers Stadtfest. Das schreckte jedoch keinen Besucher ab: Vor allen 15 Bühnen tummelten sich Menschen. Der Eindruck: Die Leute hatten Festmangel, der am Wochenende nachgeholt werden wollte. Reibereien oder gar Schlägereien hatten Seltenheitswert. Christian Pörtner, Chef der Bad Kissinger Polizei, zieht eine positive Bilanz. Für die Menschenmenge sei das Einsatzaufkommen im Rahmen gewesen. "Die meisten Einsätze ließen sich kommunikativ lösen", sagt er. Gewalt gegen Polizisten habe es nicht gegeben. Freitag hatten die Sicherheitskräfte weniger zu tun, als am Samstag. Das erklärt sich Pörtner mit dem kurzen Regenschauer am Abend. "Es gab wenig Vandalismus und Gewalt. Es war alles top."

Gute Organisation

Das lag laut ihm auch an der guten Organisation und der Kooperation aller Beteiligten. "Wir haben an vielen Orten - wie etwa dem Luitpoldpark - Präsenz gezeigt." Er fügt an: "Dazu hatten wir Unterstützung aus Hammelburg, Bad Brückenau, von der Autobahnpolizei und von der unterfränkischen Bereitschaftspolizei." Pörtner betont: "Alle Altersschichten haben sich versammelt und friedlich miteinander gefeiert." Die geordneten Verhältnisse kamen bei den Gästen an. Ordnung herrschte auch in Sachen Müll. Regelmäßig wurden die Abfalleimer geleert. Die Stadt glänzte am Festwochenende. Und: Historische Uniformen und Kostüme würden auch nicht zu Müllbergen im Kurgarten passen.