2016 begann der Bau der Kläranlage für Wüstenstein. Seit zwei Jahren ist sie in Betrieb. Die Anlage ist für 250 Einwohnergleichwerte ausgelegt; wegen noch fehlender Leitungen sind bislang 180 angeschlossen. Verantwortlich dafür ist Wolfgang Schrenker, der seit 2012 Klärwärter auch in Aufseß ist.

Fast wie die sprichwörtliche Jungfrau zum Kind sei er zu seiner zusätzlichen Aufgabe gekommen, berichtete er im Marktgemeinderat Wiesenttal. Von der eingesetzten Technik her war die Wüstensteiner Kläranlage für ihn Neuland, als er von den damaligen Bürgermeistern Helmut Taut (Wiesenttal) und Ludwig Bäuerlein (Aufseß) zum Besichtigen eingeladen worden war.

Wüstenstein hat eine sogenannte SBR-Anlage, bei der belüftete und unbelüftete Phasen in einem Becken abwechseln. In der ersten Zeit betreute sie der Bauhof von Wiesenttal. Als erstes hat Schrenker dann eine Ablaufprobe gezogen und ausgewertet. "So kam ich zu diesem Job", berichtete Schrenker.

Protokolle der Laufzeiten

Seither überwacht er täglich die Anlage und protokolliert die Laufzeiten von Pumpen und Armaturen. Laut dem Wasserrechtsbescheid müsste er nur einmal im Vierteljahr Wasserproben nehmen; er mache es dennoch jeden Monat, weil die Anlage sich gewissermaßen noch einlaufen müsse. So waren auch während seiner Zeit noch kleinere Umbauten nötig wie Absturzsicherungen und eine Störmeldeanlage an den Pumpwerken.

Auch aktuell habe er kleine Probleme zu meistern. Eine Fachfirma ist eingeschaltet, um die richtige Anzeige von Verläufen zu prüfen. Zufrieden ist Schrenker auch nicht mit dem Schlamm, zu viel treibe ab. Entstehe kein Schlammvolumen, so erläuterte er, seien die Ablaufwerte insgesamt schlechter.