Die großen Probleme im Markt Pressig sind langfristiger Art, dennoch will man seitens des Gemeinderats und des Bürgermeisters nicht locker lassen. Im Gemeindeteil Marienroth wird nicht nur die Wasserversorgung auf Vordermann gebracht und erneuert. Nach einem Beschluss in der Gemeinderatssitzung soll auch in verschiedenen Straßenabschnitten im Zuge der Ortsnetzsanierung die Straßendecke jeweils erneuert werden. Für die Wasserversorgung wurde eine Kostenschätzung von rund 626 555 Euro veranschlagt. Die voraussichtlichen Kosten für die Teilbereiche der Ortsstraßen mit einer Trag- und Deckschicht-Asphaltierung sollen sich auf circa 120 000 Euro belaufen. Dritter Bürgermeister Klaus Dressel (CSU) schlug zusätzlich vor, ein Straßenstück bis Haus-Nummer 65 ebenfalls mit Asphaltdecke zu versehen, da die bisher aufgebrachte Schotterschicht zu Behinderungen bei der Schneeräumung führe und nach dem Winter jedes Jahr der Schotterauftrag erneuert werden muss. Die Bestätigt wurde auch André Wich als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Eila für die nächsten sechs Jahre. Kommandant Wich muss allerdings innerhalb eines Jahres einen Gruppenführerlehrgang sowie den Lehrgang "Leiter einer Feuerwehr" absolvieren.


Bad: größeres Defizit

Im Naturerlebnisbad Rothenkirchen, das vom Schwimm- und Sportverein im Markt Pressig betrieben wird, musste man im Vergleich zu 2015 ein größeres Defizit hinnehmen. Kämmerer Heinrich Grebner sah darin einen klaren Hinweis, dass das schöne Naturerlebnisbad eben nur bei entsprechend schönem Wetter und passenden Badtemperaturen angenommen werde. Die Gemeinde trägt mit einem Betriebskostenzuschuss von rund 15 000 Euro zum Unterhalt des Naturerlebnisbades bei.
Bürgermeister Hans Pietz (FW) informierte über den Sachverhalt der in der Bürgerversammlung am 16. November vergangenen Jahres seitens der vorgebrachten Empfehlungen. Das Kriegerdenkmal an der B 85 stand schon mehrmals für eine Versetzung in den Kirchvorplatz der Herz-Jesu-Kirche und somit auch in Nähe des Rathauses zur Debatte. Erstmals beschloss der Gemeinderat 1995 eine Versetzung. Jedoch scheiterte dies, weil man keine Zustimmung der katholischen Kirchenstiftung erhielt. 2008 wurde die Versetzung erneut aufgegriffen. Aber beide Kirchenverwaltungen sprachen sich 2009 erneut gegen eine Versetzung des Kriegerdenkmals aus. Dabei sollte man auch berücksichtigen, dass es durchaus auch hartnäckige Gegner in der Bevölkerung gibt, die gegen eine Versetzung sind.


Bis 2020 saniert?

Nach Meinung des Bürgermeisters kann man das Thema möglicherweise erneut angehen, wenn im Zuge einer Realisierung einer Ortsumgehung die Neugestaltung des Ortskerns zur Debatte stehe. Über zahlreiche Gespräche mit Fachbehörden, dem Staatssekretär Gerhard Eck vom Bayerischen Innenministerium und den Abgeordneten MdL Jürgen Baumgärtner und MdB Hans Michelbach (beide CSU), informierte der Bürgermeister. Dabei ging es vorrangig um die Staatsstraße 2201 im Zuge der Erneuerung der Eisenbahnunterführung in der Welitscher Straße. Diese Eisenbahnbrücke über die Staatsstraße 2201 soll, laut DB, bis 2020 erneuert werden.
Im Beisein der Vertreter der Deutschen Bahn wurden bei Zusammenkünften in München alle Fakten besprochen. Dabei trug der Bürgermeister die Notwendigkeiten aus Sicht des Marktes Pressig vor. Eck gab bei der letzten Konferenz am 10. Januar den Auftrag, alle Fakten, Varianten und Alternativen nochmal intensiv zu prüfen und zu vergleichen. Der Markt Pressig ist zwar, wenn man so will, nur Anhörer und kein Beteiligter, denn es geht um zwei Bundesbehörden, da es sich um eine Maßnahme nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz handelt. Dennoch handelt es sich um eine sehr wichtige Maßnahme für den Innerortsverkehr von Pressig. Voraussichtlich am 20. Februar werden erneut alle Beteiligten im Innenministerium in München wieder an einen Tisch sitzen, um Ergebnisse zu besprechen. Ebenso wird der Bürgermeister bei diesem Gespräch auch die Belange des Marktes Pressig bezüglich der Ortsumgehung der B 85 vorbringen.
Auch hier sind die Abgeordneten eingeschaltet und haben erreicht, dass die Aufnahme in den Bundesverkehrswegplan in den weiteren Bedarf mit Planungsrecht erfolgte. Wolfgang Förtsch ergänzte hierzu, dass man in den Dank auch MdL Klaus Adelt und MdB Martin Burkert (beide SPD) mit einbeziehen müsse, die ebenfalls die Anliegen Pressigs mit vertreten.
Jessica Kohlmann-Löblich gab bekannt, dass der FC Pressig für die Mutter-Kind-Turngruppe eine Leitung oder Aufsicht suche. Wer Interesse habe, möge sich bei Manfred Müller (Handy 0159/05074395) melden. eh