Der wichtigste Satz an diesem Tag in der Michelauer Mainfeldhalle ging fast im Schlachtengetümmel des Fußballturniers unter: "Dieses Turnier wird es auch in den kommenden Jahren geben. Eine solche Idee darf nicht sterben", verkündete Bastian Angermann von der "Turbine Michelau". Bereits zum sechsten Mal richteten die Michelauer Hobbykicker den Hallen-Cup aus (den die "Family-Kickers" als erstes Team zum zweiten Mal gewannen), mit dem Ziel, für einen sozialen Zweck einen stattlichen Geldbetrag zu sammeln. In diesem Jahr wollen die Teilnehmer damit den Verein für sozialpädagogische Jugendbetreuung unterstützen.

Ute Stenzel, Leiterin der Jugendhilfestation in Coburg, stellte die Ziele des Vereins, der seinen Sitz in Nürnberg hat und Einrichtungen in unserer Region unterhält, vor. Der Mitarbeiterverein kümmert sich um Kinder und Jugendliche, die einen Jugendhilfebedarf haben. Es sind oft Kinder aus Problemfamilien. Deshalb gehört die Hilfe für Familienangehörige auch zu den Aufgaben des Vereins.

Ziel ist es, im Gegensatz zur Heimerziehung in Großeinrichtungen, in überschaubaren, dezentralen Einheiten die Jugendlichen zu betreuen. Das geschieht zum Beispiel in Coburg durch seine stationäre Jugendhilfe in Form einer Mädchenwohngruppe mit sieben Plätzen.

"Wir wollen, dass das eine regionale Maßnahme ist. Damit die Jugendlichen jederzeit nach Hause können, dass sie Kontakt zu ihren Familien haben können und dass auch Elternarbeit möglich ist", erläuterte Ute Stenzel.

Ferner macht der Verein auch teilstationäre Angebote für Kinder nach der Schule, bietet eine ambulante Hilfe in den Familien sowie ein betreutes Wohnen für Jugendliche in der Selbstfindungsphase (mindestens 16 Jahre) an. kag