Die Verbindung des Weltmarktführers der Fünf-Liter-Partyfässer aus Öhringen bei Heilbronn, der Firma Envases GmbH, in die Bierstadt Kulmbach und damit auch nach Oberfranken kommt nicht von ungefähr: Sie hat mit Jochen Weber, dem einstigen Vorstand der EKU-Brauerei, auch einen Namen, der mit seiner Kulmbacher Heimat nach wie vor eine enge Verbindung pflegt. Als Mitarbeiter von Envases hat Jochen Weber am "Tag des Bieres" gemeinsam mit der Unternehmensleitung zu einer Benefiz-Friedenswallfahrt in die Basilika nach Vierzehnheiligen eingeladen.

Dem ökumenischen Gottesdienst in der Basilika Vierzehnheiligen schloss sich ein Festakt in der Brauereigaststätte Trunk an, bei dem eine Spendensumme von 22.500 Euro zugunsten von "Save the Children" Deutschland e.V. für die Ukraine zusammenkam. Vertreter von rund 40 oberfränkischen Brauereien, Handelsorganisationen und Getränkemarktzentralen sowie aus der Politik und der Wirtschaft sowie des Brauer-Nachwuchses waren zu dieser Friedenswallfahrt eingeladen. Die Idee dazu: Für jedes mitgebrachte Minikeg gingen 500 Euro als Hilfe für Kinder in der Ukraine. Für Peer Brämer von Envases war es wichtig, gemeinsam Solidarität zu bekunden und dafür auch einen Beitrag zu leisten, dabei gerade auch an so einem fröhlichen und geselligen Anlass wie dem "Tag des Bieres".

In einer gemeinsamen Wallfahrt, die von der Blaskapelle des Musikvereins Uetzing-Serkendorf musikalisch begleitet wurde, ging es vom unteren Parkplatz hinauf zur Basilika. Im Gottesdienst überraschte Franziskaner-Pater Maximilian Wagner auch mit seinem profunden Wissen zum Brauen des Gerstensaftes in Oberfranken. Pater Maximilian: "Hier lässt es sich gut leben und auch gut Urlaub machen. Während an vielen Orten der Welt Bier kommerziell hergestellt und vertrieben wird, dürfen wir mit Recht behaupten, dass das Bier hier in der Gegend im Bierland Franken meist aus einer klösterlichen Tradition heraus kultiviert, verfeinert und zu einem Top-Produkt entwickelt wurde."

In seiner Andacht betonte Pater Maximilian, wie wichtig es sei, gerade in diesen schwierigen Zeiten wie dem Krieg in der Ukraine und der Corona-Pandemie, die Hoffnung nicht zu verlieren und mit Solidarität, Mitgefühl und gemeinschaftlicher Anstrengung Krisen zu meistern und für Frieden einzutreten. Die bayerische Bierkönigin, Sarah Jäger, ging in ihrem Grußwort in der Basilika auf die besonderen Herausforderungen für die Brauwirtschaft ein und schenkte den Vertretern viel Zuversicht mit einem optimistischen Blick in die Zukunft und den Start in eine erfolgreiche Biergartensaison 2022.

Bewusst habe man den Wallfahrtsort Vierzehnheiligen für eine solche Zusammenkunft gewählt, betonte Jochen Weber: "Es ist ein Ort, an dem wir mit zurückliegenden Krisen und Strapazen abschließen und gemeinsam Kraft schöpfen können für alle kommenden Herausforderungen." Mit einem Friedensgebet endete der Gottesdienst. Rei.