Es ist ein amerikanischer Brauch, der in den letzten Jahren auch Einzug in Franken hält. An Halloween gehen die Kinder verkleidet durch die Straßen und verlangen Süßes.

Der nahende Lockdown und die Abstandsregeln brachten mich aber ins Grübeln. Wenn schon der Martinsumzug ausfällt und die Kinder doch auch sonst so viele Einschränkungen ertragen müssen, wie kann man ihnen diese Freude dann gewähren, ohne unnötige Kontakte zu haben?

Eine Rund-Whatsapp in der Nachbarschaft brachte den Durchbruch. Alle, die sich beteiligen wollten, packten Tütchen, sodass coronakonform und ohne irgendwelche Kontakte die Kinder mit Süßigkeiten versorgt werden konnten. Und so sah ich am Samstagabend viele strahlende Geister und Vampire, als ich bei der Aufforderung "Süßes, sonst gibt's Saures" auf den mit Tütchen gefüllten Karton neben der Haustüre verweisen konnte. Freude bereiten und Kontakte vermeiden. Ein bisschen Vorbereitung machte es möglich.