von unserem Mitarbeiter Andreas Welz

Bamberg/Vierzehnheiligen — Die Wallfahrt für Menschen mit und ohne Behinderung führte zahlreiche Gläubige in die Basilika. Viele Helfer und Angehörige fassten mit an und wollten den behinderten Pilgern die Wallfahrt über ein Stück des Jakobsweges ermöglichen. Man spürte die Lebensfreude, die mit Spontaneität und einem hohen Maß an Freundlichkeit gepaart war. Auch der Blindenhund in der vordersten Reihe hatten keine Probleme mit den vielen Menschen um ihn herum.
Diözesanbehindertenseelsorger Pfarrer Siegfried Firsching hielt eine Predigt, die zum Innehalten und Nachdenken einlud. Es gebe nicht nur Menschen mit Schwächen, sondern auch welche mit dunklen Seiten, die wirklich gemein handeln können. Das Evangelium zeige, dass wir es dabei belassen müssten: "Lass beides wachsen bis zur Ernte", zitierte der Pfarrer das Matthäus-Evangelium. Es sei einfach, den Stab über einen Menschen zu brechen, man sollte auch das Gute in ihm erkennen.

Mehrere Gruppen wirkten mit

An der Gestaltung des Gottesdienstes in der Basilika beteiligten sich Gruppen verschiedener Behinderteneinrichtungen. Pastoralreferent Peter Lachner aus Lichtenfels begleitete den Regens-Wagner-Chor aus Burgkunstadt auf der Gitarre. Die Sängerinnen und Sänger in weißen Chorhemden saßen den Geistlichen gegenüber. Die Theatergruppe für Gehörlose, "Deaf Dogs" aus Nürnberg, führte ein Rollenspiel auf. Die liturgische Tanzgruppe der Behinderteneinrichtung Gremsdorf erfreute die Gottesdienstbesucher mit einem Tanz.
Mitzelebranten waren Diakon Thomas Wiegel aus Michelfeld, Pfarrer Ewald Thoma aus Dankenfeld, und Gehörlosenseelsorger Karmeliterpater Gerhard Förtsch aus Bamberg.
Die Pfarrer Albin Zeck und Johannes Kröner übersetzten Predigt, Liturgie und Gesänge in die Gebärdensprache.