Der 18. Juli 1970 dürfte zumindest in der jüngeren Geschichte des Frankenwalddorfes Buchbach einen festen und wichtigen Platz in der Ortschronik einnehmen. Hier legten die Buchbacher gemeinsam mit dem damaligen Pfarrer Reinhold Goldmann den Grundstein für die imposante Sankt-Laurentius-Kirche, dem sog. Dom des Frankenwaldes.

Dem nimmermüden Fleiß des Bauherrn, vor allem aber dem außerordentlichen Einsatz der Buchbacher Bürger war es zu verdanken, dass das ortsprägende Bauwerk in nur knapp einem Jahr fertiggestellt werden konnte. Nun feiert man den 50. Jahrestag der Grundsteinlegung.

Innerhalb der Bauzeit wurden von den Gemeindegliedern über 40 000 Stunden ehrenamtlich geleistet. Die sechseckige Grundform der Hauptkirche, die auch als Bienenwabe zu interpretieren ist, steht (symbolisch) quasi für den Fleiß der Buchbacher beim Kirchenbau.

Bereits im Herbst 2019 gründete sich in Buchbach ein Förderverein eigens für die Buchbacher Kirche. Ziel und Gründungsabsicht des Vereins ist und war es, unabhängig von der veränderten Strategie und Verwaltungsstruktur der Kirche im Erzbistum vor Ort eine funktionierende Interessenvertretung sicherzustellen. Aktivposten und Gelder werden immer knapper und die Kirchenverwaltung hat vielfältige Aufgaben erläutert Kirchenpfleger Lorenz Büttner, welcher selbst Gründungsmitglied des Fördervereins ist.

Für ihn ist der Förderverein ein Segen. Schließlich packen die Mitglieder nicht nur tatkräftig mit an, sondern es konnten schon einige Projekte abgeschlossen und Geldspenden übergeben werden.

Durch einen glücklichen Zufall konnte aktuell eine technische Veränderung an den Turmuhren vorgenommen werden. Das Ergebnis: Die Turmuhren zeigen nun seit Monaten wieder die korrekte Uhrzeit in alle vier Himmelsrichtungen an. Man habe durch das Engagement des Fördervereins der Kirchenverwaltung mehrere tausend Euro gespart. In dieser Höhe lagen erste Angebote einer Fachfirma vor, merkte Lorenz Büttner an.

Eigentlich hatte der Förderverein, gemeinsam mit der Kirchenverwaltung und dem Pfarrgemeinderat das 50. Jahr der Grundsteinlegung völlig anders geplant. Doch die Corona-Pandemie hat einigen Festlichkeiten einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das große Kirchenkonzert von und mit Orchesterleiter Holger Mück am 8. August musste leider abgesagt beziehungsweise verschoben werden.

Hoffnungsvoll stimmen allerdings die aktuellen Lockerungen zum Kirchgang. Neben der 60-Minuten-Grenze ist auch die Maskenpflicht während der Messfeier vorerst passé. Man ist also sehr optimistisch, dass das für 6. September geplante Chorkonzert mit dem Judenbacher Männerchor wie geplant stattfinden kann, der Eintritt ist kostenlos. Weiterhin steht der Herbst und Winter unter der Überschrift der "goldenen Grundsteinlegung". Demnach besuchen die bekannten Sängerinnen "Sigrid und Marina" am 29. November Buchbach. Der Kartenvorverkauf wird vorsorglich in limitierter Anzahl organisiert und hat bereits begonnen.

Außerdem ist ein großes Adventskonzert am 20. Dezember mit Buchbachs Chören sowie der Blaskapelle geplant. Die Ticket- und Infohotline ist unter Tel. 09269/9513 zu erreichen.

Am Samstag, 18. Juli, um 17 Uhr erinnert man an die Grundsteinlegung vor exakt 50 Jahren. Aus diesem Anlass findet eine Vorabendmesse statt. Nach dem Gottesdienst soll es einen kleinem Umtrunk und Imbiss, organisiert vom Pfarrgemeinderat, geben. Bereits um 16 Uhr lädt Buchbachs Organist und Fördervereinsvorsitzender Benjamin Baier zu einer öffentlichen Kirchenführung ein. Bei Bedarf stehen Kirchenführer auch nach dem Gottesdienst für Fragen oder Führungen zur Verfügung. Aufwändig digitalisierte Fritz Fröba Filmdokumentationen im Format "Super8" vom Kirchenbau. Diese werden im Anschluss an den Gottesdienst gezeigt. red