Andreas Dorsch Wenn sich Radfahrer und Fußgänger einen Weg teilen müssen, bleiben manchmal gefährliche Begegnungen nicht aus. So auch auf dem Rad- und Fußweg zwischen der Gerhard-Hauptmann-Straße und dem Häckersteig im Nordwesten von Höchstadt.

Der Verkehrsausschuss des Stadtrats befasste sich in seiner jüngsten Sitzung mit zwei Gefahrenstellen auf diesem Weg, fand aber keine Lösung, sie zu entschärfen. Man verständigte sich letztlich darauf, ein spezielles Planungsbüro für Verkehrsfragen damit zu beauftragen.

CSU-Sprecher Alexander Schulz erinnerte daran, einen solchen Beschluss auch schon im Jahr 2017 gefällt zu haben. Man habe damals einen Experten zu Rate gezogen, entgegnete Bürgermeister Gerald Brehm (JL), doch der hatte auch keine Lösung.

Worum geht es? Von Anwohnern moniert wurde da einmal die Kreuzung des Radwegs mit der Krasnogorsker Straße. Hier passieren vor allem Radler ungebremst die Straße. Helfen könnte an dieser Stelle einfach die Anbringung von Barrieren, schlagen Anwohner vor.

Als zweite Gefahrenstelle auf dem Weg wird die unübersichtliche Kurve südlich der Krasnogorsker Straße gesehen. Wie die Verwaltung mitteilt, habe es hier die Forderung nach einem Verkehrsspiegel gegeben. Die Polizei hält nach einer Begehung in dieser Kurve einen Spiegel für "nicht zielführend" und schlägt auch hier Barrieren und eine Verbreiterung des Weges vor.

Direkter Anwohner ist seit Jahren das Ehepaar Susanne und Jan Bayer. Von Unfällen an diesem unübersichtlichem Eck haben die Bayers noch nichts mitbekommen. "Aber wir hören immer wieder wildes Geklingel und Eltern, die ihre Kinder ermahnen, aufzupassen", sagt Susanne Bayer. Ihr Ehemann Jan hat eine einfache Erklärung dafür, dass sich hier keine schweren Zusammenstöße zwischen Radfahrern oder zwischen Radfahrern mit Fußgängern häufen: "Weil die Stelle so gefährlich aussieht, passen die Leute auf."