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Thundorf

Egon Klöffel tritt Mandat nicht an

Nach der verlorenen Bürgermeisterwahl tritt Egon Klöffel nun auch sein Mandat als Gemeinderat nicht an. Er wird sich aber weiterhin im Kreistag für die Kommunalpolitik engagieren.
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Egon Klöffel tritt sein Mandat als Gemeinderat nicht an. Foto: Isolde Krapf
Egon Klöffel tritt sein Mandat als Gemeinderat nicht an. Foto: Isolde Krapf

Es war ein kleiner Paukenschlag: Bei der Kommunalwahl am 15. März setzte sich die bisherige 2. Bürgermeisterin Judith Dekant (Wählergemeinschaft Rothhausen) im ersten Wahlgang mit 50,2 Prozent der Stimmen gegen ihre beiden Gegenkandidaten durch. Der bisherige Bürgermeister Egon Klöffel war nicht mehr von der Wählergemeinschaft Thundorf nominiert worden und ging daraufhin für den Bürgerblock Theinfeld ins Rennen. Er kam auf 33,07 Prozent, Edwin Braun, der neue Kandidat der Wählergemeinschaft Thundorf, bekam 16,73 Prozent.

Alle drei waren gleichzeitig als Kandidaten für den Gemeinderat angetreten. Auch hier hatte Judith Dekant deutlich die Nase vorn. Sie bekam 1308 Stimmen, Egon Klöffel 861 Stimmen und Edwin Braun 817 Stimmen. Nun hat Egon Klöffel mitgeteilt, dass er sein Mandat nicht antritt. Dadurch rückt Alexander Geiling nach.

Enttäuscht vom Wahlausgang

"Wenn man mich als Bürgermeister nicht will, warum soll ich dann in den Gemeinderat gehen?", sagt Egon Klöffel auf die Frage, warum er auf sein Mandat verzichtet. Er gibt zu, dass er enttäuscht vom Ausgang der Wahl ist. "Wir werden sehen, was in den nächsten sechs Jahren passiert", meint er. Ihm sei es gelungen, die Schulden zu senken und viele Baumaßnahmen durchzuführen. Als Beispiel nennt er die Rathaussanierung, das Herrichten von Feuerwehrhäusern und des Bauhofs sowie Straßensanierungen.

Aber er sei nicht auf das Bürgermeisteramt angewiesen, führt Egon Klöffel ins Feld und verweist auf seine Werkstatt und sein Bestattungsunternehmen. "Ich habe es mit Herzblut gemacht", sagt er zu seiner Tätigkeit im Gemeinderat, in dem er 24 Jahre vertreten war und all die Jahre in einer Position. Sechs Jahre war er 3. Bürgermeister, 12 Jahre lang 2. Bürgermeister und die letzten sechs Jahre 1. Bürgermeister. Und jetzt kommt der Rückzug aus der Gemeindepolitik. Dem kann Egon Klöffel auch durchaus etwas Positives abgewinnen. Für eine Generation werden 25 Jahre gerechnet. Nach 24 Jahren im Gemeinderat Thundorf sei es Zeit, Platz für die nächste Generation zu machen, findet er.

Sein Rückzug bezieht sich ausschließlich auf das Thundorfer Gremium. Im Kreistag ist Egon Klöffel weiterhin aktiv. 1110 Stimmen hat er in Thundorf bekommen, die meisten überhaupt in seiner Gemeinde. Dieses Mandant nimmt er an. Seit 18 Jahren gehört er dem Kreistag an, nun kommen sechs weitere hinzu. "Dann habe ich da auch meine 24 Jahre voll."

Judith Dekant, die neue Bürgermeisterin von Thundorf, äußert durchaus Verständnis für die Entscheidung Klöffels, nicht mehr im Gemeinderat mitzuwirken. Es sei aber auch schade, findet sie. "Er hat viel Wissen eingebracht."

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