Kleinbirkach — Sieben Anwesen und 26 Einwohner. Ein großer Tag für den kleinen Ebracher Gemeindeteil, denn man feierte den Abschluss der Dorferneuerung, die überdies noch schnell über die Bühne gegangen war. "Die Baumaßnahmen zur Dorferneuerung im Ebracher Gemeindeteil Kleinbirkach sind abgeschlossen", konnte Bürgermeister Max-Dieter Schneider bei der Einweihungsfeier zufrieden feststellen. Dabei betonte Schneider auch, dass der Marktgemeinderat Ebrach alle Beschlüsse zur Dorferneuerung Kleinbirkach einstimmig mitgetragen hat
Pfarrerin Cornelia Meyer segnete den neu gestalteten Dorfplatz, der mit den neu gebauten Straßen und Gehwege verbunden ist. Sie wies darauf hin, dass nicht nur die Straße, sondern alle, die in Kleinbirkach wohnen und arbeiten, ebenfalls dazu beitragen können, den Ort auch für die Zukunft lebens- und liebenswert zu gestalten.

Entstehungsgeschichte

Leitender Baudirektor Anton Hepple vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken (ALE) erinnerte an die Entstehung des Projektes Kleinbirkach. Das reicht in das 2006 zurück. Da stand im Vordergrund, dass sowohl Kreisstraßen wie auch Ortseingänge gestaltet werden sollten. Hepple dankte dem Landkreis Bamberg, stellvertretend Matthias Meister, für die unbürokratische Zusammenarbeit. Für die Infrastrukturmaßnahme in Großbirkach und jetzt Kleinbirkach wurden nach Hepples Angaben bereits etwa 885 000 Euro verbaut. Dazu gab es seitens des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberfranken einen Zuschuss von etwa 500 000 Euro, der in beide Orte geflossen ist.
Wolfgang Müller vom gleichnamigen Ingenieur-Büro sowie die Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft, Beate Schneider gingen auf den zügigen Fortschritt in Kleinbirkach ein. So war Baubeginn nach der zweiten durchgeführten Ausschreibung im April 2014 mit den Kanalneubauarbeiten, wobei teilweise ein nicht tragfähiger Untergrund vorhanden war, der durch zusätzliche Maßnahmen stabilisiert werden musste. Daran anschließend wurde der komplette Kreisstraßenausbau, verbunden mit den Seitenstraßen, Gehwegen und auch der Neugestaltung des Ortsmittelpunktes ausgeführt. Im Zuge dieser Maßnahme wurde auch die komplette Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt und erneuert, sowie eine DSL Leitung bis in die einzelnen Anwesen zukunftsweisend verlegt. Die Baukosten betragen gemäß der Ausschreibung rund 475 000 Euro, wobei die Kosten für die Kreisstraße in etwa bei 160 000 Euro liegen und die Aufwendungen für die eigentliche Dorferneuerung mit Kanalauswechslung ungefähr 316 000 Euro verursachen werden; so die Ausführungen der Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft, Beate Schneider.
Der Zuschussbetrag vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken für Kleinbirkach wird in etwa 137 000 Euro betragen. Mit der Maßnahme war die Baufirma FK Straßen- und Pflasterbau aus Knetzgau bereits im August 2014 fertig.
Die zügige Abwicklung der Maßnahme betonte auch Matthias Meister vom Kreisbauhof Bamberg-Memmelsdorf. Zudem erwähnte er, dass auf Vorschlag seines Hauses auch der Bau- und Wirtschaftsausschuss zugestimmt hat, dass alle Kreisstraßen nach Kleinbirkach, sei es von Großbirkach kommend, oder auch von Füttersee bzw. Ebersbrunn, gleich mit erneuert wurden. Die Folge ist, dass im Markt Ebrach alle Kreisstraßen auch im Bereich von Großbirkach in den letzten Jahren ausgebaut bzw. erneuert sind.

Angenehme Kooperation

Zum Abschluss der feierlichen Segnung bedankte sich Bernd Link als Mitglied der Teilnehmergemeinschaft und örtlich Beauftragter für die angenehme Zusammenarbeit mit den beteiligten Behörden und Firmen, sowie bei seinen Bürgerinnen und Bürger aus Kleinbirkach und insbesondere beim Landkreis Bamberg für die durchgeführten Kreisstraßenbaumaßnahmen in und außerhalb von Kleinbirkach.
Bürgermeister Max-Dieter Schneider lud am Ende der Feierstunde alle Beteiligten und ganz speziell die Kleinbirkacher zum Abendessen ein. Er dankte ihnen für ihre Geduld, mit der sie die umfangreichen Bauarbeiten ertragen haben. Dank sagte er gleichfalls für die Bereitschaft, bei der Verschönerung und bei der Neugestaltung des Dorfes aktiv mitzumachen. Außerdem hätten sie einen gewaltigen finanziellen Beitrag zum Gelingen der Maßnahme leisten müssen. Für die musikalische Gestaltung und Begleitung der Einweihung hatten die Steigerwaldmusikanten Ebrach-Großgressingen unter der bewährten Leitung von Manfred Barth gesorgt. kogö