Marco Meissner Der Wasserstand ist nicht sonderlich hoch, aber er reicht. Der kleine Bachlauf durch Neuses ist wieder in Bewegung. Trotz der Hitze. Zum Glück, wie Anwohner Henry Greulich feststellt. Zu Wochenbeginn hatte das noch ganz anders ausgesehen. Da hatte der Neuseser befürchtet, die Krebse und die nach Luft schnappenden Fische würden in einem stehenden Rinnsal langsam zu Grunde gehen. Er setzte einen Hilferuf ab - und die Hilfe ließ nicht lange auf sich warten.

"Am Dienstag war es ganz extrem, da ist überhaupt nichts mehr geflossen", erinnert sich Greulich. Er machte ein Handyfoto, schrieb ein paar Zeilen und schickte diese auf die elektronische Reise an Bürgermeisterin Angela Hofmann (CSU). Eine Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. "Man muss die Arbeiter loben", sagt er und erklärt, dass umgehend Wasser zugeführt worden sei.

Wie sich auf Nachfrage unserer Zeitung herausstellte, war das Personal der Kläranlage verantwortlich dafür, dass der Dorfbach schnell wieder plätscherte. Bei der Einrichtung seien mehrere Anrufe eingegangen, die auf die prekäre Lage in Neuses hingewiesen hätten, erklärt ein Sprecher der Anlage. Bei großer Hitze passiere es immer wieder mal, dass die Wasserzufuhr des kleinen Baches nicht mehr sprudele. "Wir reagieren von unserer Seite, so schnell wir können", stellt der Sprecher fest. Mit einer Pumpe sorgte das Team der Kläranlage dafür, dass Wasser zugeführt wird und der Bach wieder fließen kann.

Die Lage sei aktuell aber noch lange nicht so schwierig, wie beispielsweise im vergangenen Jahr. "Jetzt haben wir es mal zwei, drei Tage lang heiß und trocken", erklärt der Vertreter der Anlage. "Letztes Jahr waren es ja zwei, drei Wochen am Stück." Das habe sich damals auch in einer weitaus höheren Zahl an Anrufen widergespiegelt.

Für Henry Greulich ist das aber kein Grund, das Licht der helfenden Hände unter der Scheffel zu stellen. Die Bürgermeisterin habe ihm schnell geantwortet, die Arbeiter hätten zügig reagiert. Für ihn steht daher fest: Wer so schnell hilft, der sei fit in seinem Job.