von unserem Redaktionsmitglied ralf Kestel

Ebern-Sandhof — "Das ist eine Sauerei", schimpft Andrea Schrempf und rümpft die Nase angesichts der (benutzten) Pampers-Windeln, die zwischen den Containern für Altglas und Altkleidern auf dem Gelände ihres lLebensmittemarktes über Nacht einfach auf den Boden geschmissen wurden.
Mitzählen mag sie gar nicht mehr, aber "30 bis 50 Mal" ist das schon passiert, dass die mit einem Sichtschutz versehene Ecke des Parkplatzes am Rewe-Markt für Müllablagerungen missbraucht wurde. "Wenn das so weitergeht, kommen die Container halt weg. Ständig müssen wir uns um die Entsorgung kümmern", schimpft die Marktleiterin.
Diesmal sind auch drei Säcke mit Plastikabfällen sowie drei Farbeimer dabei. "Das kann man doch alles im Wertstoffhof abgeben", ärgert sich Schrempf. Der ist nur wenige Meter von ihrem Lebensmittelmarkt entfernt. "Und für die Windeln bekommt man bei der Gemeindeverwaltung doch extra Abfallsäcke."

Polizei ist engeschaltet

Meist findet die Polizei keine Spuren auf den Verursacher, obwohl die Beamten regelmäßig mit den stinkenden Fundsachen konfrontiert werden. "Einmal wurde ein Name entdeckt. Derjenige hat dann behauptet, seinen Müll in den Wald geworfen zu haben und wir hätten den dann mitgenommen", kennt die Geschäftsfrau die Ausreden. Diesmal, hofft sie, kommen die Umweltfrevler nicht ungeschoren davon.
Den Markteigentümern entstehen durch die wiederholten Müllablagerungen hohe Entsorgungskosten, teilte die Polizei in Ebern zu den wiederholten Umweltdelikten mit. Hinweise auf den Verursacher beziehungsweise auf die Verursacherin erbittet die Inspektion Ebern.