Bernhard Panzer Die Carl-Platz-Schule bleibt weiter eine Baustelle, die Sanierung schreitet voran. Seit etwa drei Jahren ziehen sich die Bauarbeiten etappenweise durch das ganze Gebäude, der Altbestand wird saniert und umgebaut. Eine schwierige Baustelle, wie Bürgermeister German Hacker kürzlich festgestellt hat.

In der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses wurde eine Vergabe beschlossen. Die Firma Dirsch aus Herzogenaurach übernimmt die Elektroinstallation für den Bauabschnitt II und die Sicherheitsbeleuchtung für das gesamte Haus Die Kostensumme liegt bei knapp 210 000 Euro. Diese Arbeiten waren schon im Juni ausgeschrieben worden, mit einer Kostenberechnung von 245 000 Euro. Darauf war aber nur ein einziges Angebot eingegangen, das bei 300 000 Euro lag - also viel zu teuer. Deshalb hatte man die Ausschreibung aufgehoben. Im zweiten Anlauf hatte man nun Erfolg, und es kam sogar eine Herzogenauracher Firma zum Zug. Zuvor waren die Bauarbeiten aufgeteilt worden, womit sich die Summe verringerte. Herausgenommen hatte man Demontagearbeiten, die für knapp 20 000 Euro bereits extra vergeben worden sind. An der jetzigen Ausschreibung hatten sich letztlich vier Firmen beteiligt. Die Arbeiten beinhalten unter anderem 6000 Meter Kabel und 300 Schalter und Steckdosen.

Der Pavillon

Die größte Baustelle in den vergangenen Jahren war allerdings der Neubau des Pavillons. Vor fünf Jahren festigten sich die Überlegungen, im September beschloss der Stadtrat den Neubau. Der alte Pavillon wurde in den Osterferien 2016 abgerissen, der Spatenstich für den Neubau erfolgte im August 2016. Und im Dezember 2018 galt es, die Einweihung zu feiern. Auf rund 2400 Quadratmetern Fläche wurden 6,4 Millionen Euro verbaut. Zeitgleich wurde begonnen, das Hauptgebäude umzubauen und zu sanieren.

Errichtet worden ist die Schule in den 1950er Jahren, genauer gesagt ab Mai 1952. Es war ein Sonntag, als sich die Bevölkerung in einem Festzug vom Rathaus auf dem Marktplatz hinüber zum Wiwaweiher begab, um feierlich den Grundstein zu legen. Ganz bewusst war die gesamte Bevölkerung eingeladen worden, auch die Bürger aus den Schulsprengelgemeinden Burgstall und Falkendorf. Zum feierlichen Akt kam damals außerdem aus München der Ministerialdirektor Carl Platz. Nach ihm wurde die Schule später benannt und trägt noch heute seinen Namen.

Gut eineinviertel Jahre nach der Grundsteinlegung konnte die Bevölkerung erneut eingeladen werden: Am 12. September 1953 fand die Einweihungsfeier statt. Auch da gab es einen Festzug, auch da war Direktor Platz zugegen und hielt die Festansprache.