Lange Zeit stagnierten die Geburtenzahlen und gingen gar zurück. Nun sieht es wieder anders aus - und die Kommunen stellt das vor große Herausforderungen. Insbesondere, weil auch die Betreuungsquote zunimmt. In Breitengüßbach wird daher die Kindertagesstätte der Gemeinde erweitert, für den Anbau fand am Mittwoch der Spatenstich statt. Einzug soll in rund einem Jahr sein.

Bisher kann die Kindertageseinrichtung der Gemeinde Breitengüßbach mit einer Kinderkrippengruppe aufwarten. Das reicht nicht mehr aus, der Gemeinderat musste sich daher schon öfters mit der Thematik beschäftigen. Vor einem Jahr fiel der Beschluss, die Kindertagesstätte zu erweitern. Nun markierte der Spatenstich den Beginn der Baustelle. "Eine spannende Zeit für die Kinder mit einem perfekten Happy-End steht bevor", so Bürgermeisterin Sigrid Reinfelder (UBB).

Sie bedankte sich in ihren Grußworten besonders bei den Fachstellen, die die Gemeinde gut beraten hatten. Auch die Unterstützung durch die Kita-Leitung sei wichtig gewesen. Und nicht zuletzt die Bereitstellung von Fördergeldern durch den Staat - 712 000 Euro stehen hier bereit. Aus diesem Grund waren auch die Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner und der Landtagesabgeordnete Holger Dremel (beide CSU) zum Spatenstich nach Breitengüßbach gekommen. Insgesamt kostet der Anbau rund 1,4 Millionen Euro.

Ausgeführt wird der Bau von der Firma Raab aus Ebensfeld, Planer ist das Architekturbüro Paptistella aus Hirschaid. Stefan Paptistella umriss kurz den Anbau. Er wird aus Stahlbeton erstellt, der Rohbau soll bis Juli fertig sein, dann könne auch das traditionelle Richtfest gefeiert werden.

Suche nach Personal

Es wird der Innenausbau folgen, so dass die Inbetriebnahme im März 2020 angedacht sei. Danach stünde dann noch die Gestaltung der Außenanlagen an. Eine wichtige Aufgabe für die Personalabteilung im Rathaus wird es sein, qualifizierte Mitarbeiter für die beiden neuen Krippengruppen zu finden. Über die Auslastung der Krippe muss sich die Gemeinde wohl keine Gedanken machen - Bürgermeisterin Reinfelder erklärte, die Plätze seien schon fast wieder ausgebucht. Wie in einigen Nachbargemeinden, wo ebenfalls Kindertagesstätten erweitert oder gebaut werden, bekommen die Kinder in den kommenden Wochen viel zu sehen, eine Baustelle ist schon etwas ganz Besonderes. Und so waren die Kinder beim abschließenden Spatenstich natürlich in der ersten Reihe mit dabei. Und wer sich gefragt hat, für was die Container gegenüber dem bestehenden Gebäude sind: Sie dienen als Übergangslösung, um schon jetzt mehr Kinder betreuen zu können. Reinfelder bedankte sich hier noch einmal explizit beim Zweiten Bürgermeister Hubert Dorsch, der das Grundstück zur Verfügung gestellt hat.