Die Beschaffung eines Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges 20 (kurz HLF 20) für die Feuerwehr Neuenmarkt wurde am Montagabend vom Gemeinderat einstimmig auf den Weg gebracht. Sie erfolgt im Zuge einer Sammelbestellung mit der Nachbargemeinde Himmelkron. Dadurch erhöht sich der Staatszuschuss, wie Bürgermeister Siegfried Decker (NG) zu verstehen gab, auf 136 500 Euro. Vom Landkreis Kulmbach rechnet die Gemeinde Neuenmarkt mit einem Kreiszuschuss von 29 750 Euro, so dass die Gemeinde einen Eigenanteil von 267 145 Euro zu tragen hat. Eine Anfinanzierung ist im Haushalt 2018 mit 100 000 Euro berücksichtigt, die restlichen Kosten werden 2019 fällig. Die Auslieferung des Fahrzeuges ist für das erste Quartal 2020 vorgesehen. Bürgermeister Decker: "Wir brauchen unsere Feuerwehren und müssen für eine ordentliche Ausrüstung sorgen."

Zur Bauleitplanung der Marktgemeinde Ludwigschorgast hatte der Gemeinderat weder Anregungen noch Einwendungen. Es geht dabei um das Sondergebiet "Solarpark Ludwigschorgast", der rund 700 Meter südöstlich von Ludwigschorgast zwischen der B 303 und der Bahnlinie entstehen soll. Damit verbunden ist auch eine Änderung des Flächennutzungsplanes.

Es wird asphaltiert

Bürgermeister Siegfried Decker berichtete ferner von der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses. Die Günther-Bau GmbH aus Stadtsteinach wird noch in diesem Monat die notwendigen Asphaltarbeiten in der Jägerstraße und im Fliederweg ausführen. Gemeinderat Gernot Kintzel (CSU/WG) regte an, sich bezüglich der Mehrkosten beim Fliederweg um eine Förderung zu bemühen: "Die Chance dazu sollten wir nicht verstreichen lassen."

Was die möglichen Flurneuordnungen in der Gemeinde Neuenmarkt angeht, verwies Bürgermeister Decker auf eine Stellungnahme des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberfranken. Danach wird das Amt Ende dieses Monats das Arbeitsprogramm für die nächsten drei Jahre aktualisieren, und erst danach können hinsichtlich der Verfahren für den Bereich Schlömen und Neuenmarkt-Ost genauere Zeiträume genannt werden. Von der Gemeinde wurden dafür folgende Projekte gemeldet: Rad- und Wirtschaftswegebau Schlömen-Himmelkron, "Ruppertsweg", "Güteräckersweg" mit wasserwirtschaftlichen Maßnahmen und der "Weitersbacher Weg", der von See zum Aussiedlerhof Beierlein führt. Dort ist ein Vollausbau notwendig, und es wird mit Kosten von rund 440 000 Euro gerechnet. Gemeinderat Klaus Zahner bat darum, auch den Verbindungsweg von der KU 21 zur Gemeindeverbindungsstraße See-Reutlashof als Fördermaßnahme anzumelden.

Kernwegenetz

Zum Thema "Kernwegenetz", das von der ILE "Fränkisches Markgrafen- und Bischofsland" verfolgt wird, verwies Bürgermeister Siegfried Decker auf einen Workshop in Himmelkron: "Hier lässt die ILE ein gemeinsames ländliches Kernwegenetzkonzept erarbeiten. Mit diesem Vorhaben soll auch zukünftig ein bedarfsgerechter und nachhaltiger Erhalt beziehungsweise Ausbau wichtiger Hauptwirtschaftswege sichergestellt werden." Bei dem Workshop wurde der vorläufige Entwurf mit den Landwirten und Kommunen diskutiert. Bürgermeister Decker: "Ziel ist es, die überörtlichen Hauptwirtschaftswege herauszuarbeiten. Es wäre zu früh über einzelne Trassen zu reden, sondern es soll erst noch eine weitere Abstimmung mit dem Amt für Ländliche Entwicklung, dem Staatlichen Bauamt, dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie dem Naturschutz stattfinden. Eine besondere Herausforderung wird die durch unser Gemeindegebiet verlaufende Eisenbahnstrecke wegen der Brückenbauwerke und Unterführungen sein."

Voraussichtlich im ersten Quartal 2019 werden der Gemeinde geeignete Trassenvorschläge unterbreitet. Decker: "Ohne Konzept gibt es keine Förderung, aber das Konzept beinhaltet noch kein Baurecht. Gegen den Willen der Landwirte und Grundstückseigentümer wird nicht gebaut." Für die Konzepterstellung fällt für die Gemeinde Neuenmarkt ein Kostenanteil von 1000 Euro an.